Aachener Landwirte besuchten Landtag

07.01.2016

Einmal hinter die Kulissen blicken und genauer erfahren, wie die Arbeit eines Politikers im Landtag aussieht: Das konnte Mitte Dezember eine Gruppe von Landwirten der Kreisbauernschaft Aachen.

Aachener Landwirte blickten hinter die Kulissen des Düsseldorfer Landtages. Foto: Landtag NRW

Im Düsseldorfer Landtag wurden sie von der Landtagsabgeordneten Ulla Thönnissen begrüßt. Bevor die Landwirte eine Plenarsitzung mitverfolgten, erhielten sie einige grundsätzliche Informationen: Welcher Ausschuss für welches Anliegen zuständig ist oder wie das Abstimmungsverfahren der aktuell 237 Abgeordneten abläuft, wurde ebenso erklärt wie die Durchführung eines Plenartages. In der Plenarsitzung selbst konnten die Besucher hautnah mitverfolgen, wie Vertreter verschiedener Parteien für das Pro und Kontra diverser Anträge argumentierten und wie eine Direktabstimmung funktioniert.

In der anschließenden Diskussion nahmen sich Ulla Thönnissen und Dirk Louy, Referent für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Zeit, die Fragen und Anliegen der Teilnehmer zu beantworten. Dabei standen vor allem das Landesnaturschutz- und Landeswassergesetz im Fokus. Mit dem Landesnaturschutzgesetz setzt die Landesregierung die Neuausrichtung der NRW-Naturschutzpolitik fort und es sollen konkrete Maßnahmen für weiteren Natur- und Artenschutz festgelegt werden. Die Landwirte machen sich große Sorgen aufgrund des vom grünen Umweltministerium vorgelegten Entwurfs. „Der Fortbestand von Nutzflächen und Streuobstwiesen, die künftige Handhabung der Düngeverordnung und auch der Wasserschutz dürfen nicht vom Schreibtisch aus bestimmt werden“, sind sie überzeugt. Ulla Thönnissen: „Der Austausch mit den Experten ist für uns Politiker wichtig, um uns fachlich mit der Materie ausei­nan­dersetzen und uns entsprechend für die Belange der Landwirtschaft einsetzen zu können. Der Austausch ist im jeden Fall eine klassische Win-win-Situation und sollte nach Möglichkeit regelmäßig stattfinden.“