Dürener Bauern diskutieren mit SPD-Politiker

06.10.2017

In den Dialog mit den Dürener Landwirten trat der Bundestagskandidat und Bundesschatzmeister der SPD-Fraktion, Dietmar Nietan, Mitte September auf dem Hof von Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft.

Diskutierten über die Landwirtschaft in Düren (v.l.n.r.): Paul-Eugen Kügelgen, Erich Gussen, Dietmar Nietan, Matthias Beumer, Paul Dahmen und Hans Lemm. Foto: Michael Niesen

Die anwesenden Landwirte nutzten die Gelegenheit, mit dem Politiker aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft zu diskutieren und damit zugleich mit vielen Vorurteilen aufzuräumen, die dem Berufsstand leider immer noch entgegengebracht werden.

Eines der wesentlichen Themen war der Flächenverbrauch, der gerade die Landwirte im Kreis Düren in ihrer alltäglichen Arbeit maßgeblich beschäftigt. „Es darf nicht sein, dass wir an einem Gunststandort wie dem Kreis Düren, der zudem eine Sonderstellung aufgrund der Tätigkeit des bergbautreibenden Unternehmens RWE besitzt, der Landwirtschaft weiterhin über Gebühr Flächen entziehen“, sprach Nietan den Anwesenden dazu aus der Seele. Es müsse vielmehr wieder eine Berücksichtigung dieser Besonderheiten bei der Bewertung und Bemessung von Kompensationsbedarfen stattfinden, so Nietan weiter.

Zum Thema Pflanzenschutz bezog Nietan eindeutig Stellung: „Ich kann mir eine moderne Landwirtschaft und die Produktion hochwertiger Lebensmittel ohne einen angemessenen und verantwortungsbewussten Umgang mit Pflanzenschutzmitteln kaum vorstellen.“ Erich Gussen bestärkte den Politiker in seiner Ansicht. „Angesichts des Hungers in der Welt haben wir eine Verantwortung, auf unserem hochwertigen Standort zu produzieren“, so der Kreisvorsitzende. Zudem trage auch die moderne Landwirtschaft dazu bei, trotz hoher Erträge die Aufwandmengen bei Pflanzenschutz und Düngung zunehmend zu reduzieren.

Das Fazit des Gespräches fiel insgesamt sehr positiv aus. Die Dürener Landwirte waren zuversichtlich, dem Politiker wichtige Einblicke in die Landwirtschaft vermittelt zu haben, die auch seine weitere Tätigkeit im Bundestag positiv prägen werde.