Aktuelles zum Milchmarkt

24.06.2016

Die aktuelle Situation am Milchmarkt und die Debatte zu den Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien standen auf der Tagesordnung der gut besuchten Arbeitsgruppe Milch der Kreisbauernschaft Geldern vergangene Woche in Kerken.

Neben dem RLV-Milchreferenten (stehend) stand auch Claudia John (hinten links) von der Landesvereinigung Milch den Landwirten Rede und Antwort. Foto: Gerd Pardon

Wie Claudia John von der Landesvereinigung Milchwirtschaft NRW berichtete, herrsche bislang noch ein zu großes Angebot am Milchmarkt. Eine nachhaltige Erholung sei nur mit ausgeglichenen nationalen und internationalen Märkten möglich. Es gebe weiterhin zahlreiche Unsicherheiten auf verschiedenen Märkten. So bestehe das Russlandembargo ebenso weiter wie die Einkaufsschwäche vieler Erdöl exportierender Länder. Erfreulicherweise zeichne sich aber aus China eine mögliche Befestigung der Nachfrage ab.
Mit Blick auf politische Debatten zur Stabilisierung des Milchmarktes hat der Fachausschuss Milch des Deutschen Bauernverbandes ein Diskussionspapier unter der Überschrift „Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien gestalten“ verabschiedet, das Vor- und Nachteile unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen soll.

Wie Dr. Franz Weyermann vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) klarstellte, seien Molkereien und Milcherzeuger mit dem Auslaufen der Quotenregelung gemeinsam gefordert, auf die schwankende Nachfrage nach Milch zu reagieren. Dabei gehe es weder um eine Abschottung vom Weltmarkt noch um starre Pauschallösungen, sondern um mögliche Maßnahmen, die einer veränderten Verwertungssituation flexibel Rechnung trügen.