Die Artenvielfalt fördern

02.03.2017

Die Landwirtschaft und der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Heinsberg wollen Naturschutzmaßnahmen gemeinsam umsetzen.

Foto: Katharina Schmitz

Ein „Runder Tisch“ zwischen der Landwirtschaft und dem Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Heinsberg zum Thema Biodiversität fand am Donnerstag vorvergangener Woche in Heinsberg statt. Den Auftakt machte Dr. Bernd Lüttgens, stellvertretender Geschäftsführer des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Unter Bezugnahme auf die Ende 2014 zwischen den beiden NRW-Landwirtschaftsverbänden, der Landwirtschaftskammer NRW und dem Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium geschlossene Rahmenvereinbarung zur Förderung der Biodiversität in       Agrarlandschaften erläuterte er zahlreiche bereits bestehende Maßnahmen. Weiterhin betonte er, dass das Ziel die enge Zusammenarbeit aller Akteure sei, wobei man auf Kooperation und Freiwilligkeit setze. Das Anliegen der Landwirtschaft sei es insbesondere: „Besser mitei­nan­der reden als überei­nan­der.“

Anna Schellenberg vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung des Kreises Heinsberg referierte über die Entwicklung der Biodiversität im Kreis Heinsberg. Bernhard Conzen, Kreisvorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg und RLV-Präsident, wies auf die Komplexität des Themas Biodiversität sowie auf die damit einhergehenden Herausforderungen hin. So nannte er das Beispiel „Französische Hundsrauke“. Diese wurde bei einer Saatgutmischung auf einem Pufferstreifen am Feldrand ausgesät. „Doch der betroffene Landwirt wird das Kraut jetzt nicht mehr los“, kritisierte er.

Alle Akteure waren sich einig, dass gemeinsam mit der Unterstützung von Sachverständigen eine Strategie entwickelt werden soll, um die Biodiversität im Kreis Heinsberg zu fördern. Auf dieser Grundlage soll eine kooperative Zusammenarbeit und ein guter Austausch stattfinden.