Dank für unser tägliches Brot

06.10.2017

Die Sonne lachte vom morgendlichen Himmel, als sich am vergangenen Mittwoch zahlreiche Landwirte sowie Vertreter aus Politik, Kirchen, Verbänden und Wirtschaft zum gemeinsamen Erntedankfrühstück der Kreisbauernschaften Geldern und Kleve im Bauerncafé Mönichshof in Goch-Hassum einfanden.

Passendes Ambiente mit weidenden Kühen im Hintergrund (v.l.n.r.): Josef Peters, Hubertina Croonenbroek, Wilhelm Hellmanns, Margret Voßeler MdL, Dr. Günther Bergmann MdL und Ulrich Knickrehm. Foto: Sabine Aldenhoff

Sehr gut besucht war das Erntedankfrühstück im Bauerncafé Mönichshof in Goch-Hassum, zu dem die Kreisbauernschaften eingeladen hatten. Foto: David Steffen, Kreisbauernschaft Kleve

In seiner Begrüßungsrede betonte Wilhelm Hellmanns, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Geldern, dass das Erntedankfest ein Anlass sei, sich Gedanken über unser tägliches Brot und die Erzeugung von Lebensmitteln zu machen. Er bedankte sich bei den Ehrengästen für ihren Besuch, mit dem sie ihre Verbundenheit zur Landwirtschaft ausdrückten. Hubertina Croonenbroek, stellvertretende Landrätin des Kreises Kleve, hob in ihrem Grußwort das gute Mitei­nan­der von Kreisverwaltung und Landwirtschaft hervor, gerade was die Zusammenarbeit mit der Veterinärbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde anbelange. „Der Kreis Kleve ist ohne Landwirtschaft nicht vorstellbar, kein anderer Wirtschaftsbereich prägt den Kreis Kleve derartig“, erklärte die Rednerin und fügte hinzu, dass die Reduzierung des Flächenverbrauchs auch ein Ziel sei, dem sich der Kreis Kleve verpflichtet fühle. Ulrich Knickrehm, Bürgermeister der Stadt Goch, betonte ebenfalls den hohen Stellenwert der Landwirtschaft: „Alle sind stolz da­rauf, in einer ländlichen Umgebung leben zu können.“ Die Pflege der Kulturlandschaft sei einzig den Landwirten zu verdanken.

„Für uns Bauern, die mit und von der Landwirtschaft leben, hat das Erntedankfest immer noch eine große Bedeutung“, begann Josef Peters, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Kleve seine Rede zum Erntedank. Auch wenn die Ernte wie in diesem Jahr wegen der Witterungsunbilden weniger gut gelaufen sei, gebe es für die Bauern Grund zur Dankbarkeit, vielleicht auch, weil viele Mitbürger vergessen hätten, dass materielle Werte nicht alles sind. „Leider müssen wir mit Bedauern feststellen, dass die Wertschätzung für die Leistungen der Landwirtschaft nicht überall so ausgeprägt ist wie hier auf diesem Empfang anlässlich des Erntedankfestes“, musste Peters mitteilen und fuhr fort: „Immer öfter und immer heftiger werden wir Bauern in den Medien angegriffen und zu Sündenböcken abgestempelt. Doch wer ohne zu zögern ein Brathähnchen für weniger als 3 € kauft, wer ohne nachzudenken für 1 l Mineralwasser mehr bezahlt als für 1 l Milch, der gibt an der Ladenkasse das moralische Recht ab, über die Landwirtschaft herzuziehen.“