Austausch mit dern Landwirtschaft

26.01.2017

Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis befragt Landtagsabgeordnete

Die Landtagsabgeordneten diskutierten über die aktuelle Agrarpolitik (v.l.n.r.): Ralph Bombis (FDP), Gregor Golland (CDU), Simone Brand, Piratenfraktion NRW, Guido van den Berg (SPD), Marlies Kolping, Willy Winkelhag, Wolfgang Patzlaff.

Rund 50 Landwirte nahmen die Landtagsabgeordneten auf den Prüfstand. Fotos: Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis

Gut drei Stunden stellten sich die Landtagsabgeordneten Guido van den Berg (SPD), Gregor Golland (CDU), Ralph Bombis (FDP) und Simone Brand (Piratenpartei) in einer Podiumsdiskussion den Fragen der über 50 Landwirte und Landfrauen zu den Themenfeldern Umwelt, Landwirtschaft, innere Sicherheit und Integration. Willy Winkelhag, Kreislandwirt und Vorsitzender der Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis, wies in seiner Begrüßung auf die besondere Bedeutung der „Kleinen Bundestagswahl“ in NRW hin, die erhebliche Signalwirkung auf Bundesebene entfalte. Obwohl die klassischen Bündnisse Rot-Grün und Schwarz-Gelb nach aktuellen Umfragen weit von eigenen Mehrheiten entfernt seien und jüngste Umfragen in NRW SPD und CDU nahezu gleichauf sehen, habe man sich bei der Einladung bewusst auf Vertreter der aktuell in den Landtag gewählten Parteien beschränkt.

Winkelhag riss in seiner Begrüßung die Sorgen und Nöte der Landwirte, die nicht zuletzt das im November in Kraft getretene Landesnaturschutzgesetz noch befeuert habe, sowie die stetige Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen für Kompensations- und Artenschutzmaßnahmen an. Er hob die gesellschaftliche Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung hervor, die durch die hohe Zahl an Migranten und zahlreichen extremistischen Anschlägen des vergangenen Jahres entstanden sei. Auch den weiteren landespolitischen Schwerpunkt „Schule/Bildung“ und die in diesem Zusammenhang unterschiedlichen Positionen zu G 8 und G 9 sowie zum inkludierten Unterricht zeigte er auf. Anschließend lud Winkelhag auch im Namen der mitveranstaltenden Landfrauen und der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer zu dem bereits in den frühen Morgenstunden von Landfrauen und Kreisbauernschaft vorbereiteten „Kölschen Frühstück“ ein.

Nach einigen einführenden Worten durch Wolfgang Patzlaff, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft, der die Veranstaltung moderierend begleitete, stellten sich die Politiker den zahlreichen Fragen und kritischen Äußerungen. Während sich beim Thema Landwirtschaft die Politiker insbesondere darüber einig waren, dass zwingend Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den weiteren Flächenverbrauch zu reduzieren, zeigten sich beim Thema Migration deutliche Unterschiede besonders bei der Frage des Umgangs mit sogenannten Gefährdern und abgelehnten Asylbewerbern. Marlies Kolping, die Vorsitzende der Landfrauen im Rhein-Erft-Kreis, dankte in ihrem Schlusswort den Politikern für die offene Aussprache, nicht ohne zu mahnen, sich auch nach der Wahl noch an Zusagen und Ankündigungen zu erinnern.