Mit dem Landrat unterwegs

24.08.2017

Landrat und Landwirte aus dem Kreis Viersen auf traditioneller Besichtigungsfahrt

Landrat Dr. Andreas Coenen (2.v.l.) besichtigte zusammen mit landwirtschaftlichen Vertretern die Baumschule Höfkes.

Axel Höfkes betreibt den Gala-Bau, während sich sein Vater um die Baumschule kümmert.

Interessierter Zuhörer: Landrat Coenen (l.) mit Rudolf Höfkes im Gespräch.

Der große Baumschulpark ist das Herzstück des Betriebes. Fotos: Marilena Kipp

Bäume in allen Variationen – das bekommt man bei der Baumschule Höfkes in Kempen zu sehen. Wie die Arbeit auf so einem Betrieb abläuft und was alles dahinter steckt, darum ging es auf der traditionellen Besichtigungsfahrt der Landwirtschaftskammer mit dem Viersener Landrat Dr. Andreas Coenen.

„Die Landwirtschaft prägt die Landschaft und dasselbe gilt auch für Betriebe wie die Baumschule Höfkes. Umso mehr freut es mich, dass sich unser Landrat für Landwirtschaft interessiert und wir uns regelmäßig zum Gespräch und Austausch treffen“, eröffnete Kreislandwirt Paul-Christian Küskens die Veranstaltung.

Betrieb mit Tradition

Vor rund 40 Jahren begann Rudolf Höfkes mit dem Aufbau eines Baumschulbetriebes. Mittlerweile ist auch sein Sohn Axel Höfkes mit eingestiegen. „Ich kümmere mich um die Baumschule und mein Sohn Axel um den Garten- und Landschaftsbau“, erklärte Rudolf Höfkes. Unterstützt wird die Familie dabei von 31 festen Mitarbeitern. Das Herzstück des Betriebes ist ein riesiger Baumschulpark, in dem die Kunden sich von liebevoll gestalteten Gärten inspirieren lassen können. „Sie können sich hier ganz in Ruhe umschauen.“ Sogar Golffahnen und eine Telefonzelle begegnen einem im Park, so kann die Vorstellungskraft noch besser angekurbelt werden.

Dem Kunden anpassen

Ein wichtiges Thema für die Betriebsinhaber ist, ähnlich wie auch in anderen landwirtschaftlichen Betrieben, frühzeitig zu handeln und für die Zukunft vorzusorgen. „In unserem Geschäft ist es wichtig, vorausschauend zu arbeiten. Was wir heute pflanzen, können wir oft erst in fünf Jahren ernten“, erklärte Rudolf Höfkes. Und auch im Baumschulgeschäft gibt es Veränderungen, mit denen man zunächst nicht rechnet. „Vor ein paar Jahren haben wir noch mehrere Tausend Buchsbäume verkauft. Dieses Jahr kann ich sie, glaube ich, an meinen beiden Händen abzählen“, sagte Axel Höfkes. Schuld da-ran seien der Zünsler und eine Pilzkrankheit. Ähnliche Probleme gebe es auch mit Kastanienbäumen.
Sowieso gilt es, mit Trends und Kundenwünschen mitzugehen. Deshalb gibt es bei Höfkes auch eher kleinere Bäume zu kaufen: „Die Gärten werden kleiner und damit verändern sich auch die Kundenwünsche“, so Axel Höfkes. Viele Kunden gingen im wahrsten Sinne des Wortes auch wieder zurück zu den Wurzeln und bestellen Obstbäume. „Gerade Kunden mit Kindern schätzen es sehr, da die Kinder sehen, wo das Obst herkommt, und selber pflücken können“, weiß der Juniorchef.

Nachwuchs fördern

Das Thema Ausbildung wird im Betrieb der Höfkes großgeschrieben. Bereits 65 Lehrlinge konnten hier erfolgreich ihre Lehre abschließen und ins Berufsleben starten. „Das Ausbilden macht uns sehr viel Spaß! Wir bilden aber auch aus, damit wir später keine Nachwuchssorgen haben“, erklärte Rudolf Höfkes. Sorgen, die Landrat Coenen gut nachvollziehen kann. Auch in der Verwaltungsarbeit sei es schwer, Nachwuchs zu finden. Ein schönes Beispiel dafür, dass die Probleme von Landwirtschaft und Verwaltung manchmal gar nicht so weit ausei­nan­derliegen.