Kreisbauernschaft informiert über das Leitungsprojekt A-Nord

23.11.2017

Auf Einladung der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach stellte die Amprion GmbH am Freitag vergangener Woche das Erdkabelleitungs-Projekt

Rund 25 Landwirte diskutierten mit der Amprion GmbH über den geplanten Leitungsbau. Foto: Peter Herzogenrath

A-Nord vor rund 25 Landwirten in Meerbusch vor. Nach der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Wolfgang Wappenschmidt erläuterte der Sprecher der Projektkommunikation von Amprion, Jonas Knoop, die Gründe für das Projekt und dessen geplante Ausführung. Bei der anschließenden Diskussion interessierte die anwesenden Landwirte und Grundstückseigentümer zunächst einmal der Umgang mit dem Boden. Sorgen bereiten vor allem die Belastbarkeit des Bodens und der im Boden verlegten Leitung bei der Befahrung mit schweren landwirtschaftlichen Maschinen nach erfolgter Rekultivierung und die Wärmeabstrahlung der Leitung. Die hinsichtlich der Wärmeabstrahlung von Amprion angeführte Referenzfläche wurde als viel zu klein bewertet, um wirklich Erfahrungen sammeln zu können.
Ein großes Thema war auch die immer wieder gestellte Forderung nach einer anderen Art der Entschädigung, insbesondere nach einer jährlich fortlaufend gezahlten Vergütung für die Inanspruchnahme der landwirtschaftlichen Flächen. Einig war man sich darin, dass hier der Gesetzgeber gefragt sei. Schließlich wurden auch das Für und Wider einer Rahmenvereinbarung zwischen dem Leitungsnetzbetreiber und den Landesbauernverbänden, durch deren Zuständigkeitsgebiet die Leitung verlaufen wird, diskutiert. Die Tendenz unter den Anwesenden ging dahin, dass es nach wie vor sinnvoll sei, wenn den Betroffenen mit einer solchen Vereinbarung eine Art Leitlinie an die Hand gegeben werde. Dies sei aller Kritik zum Trotz immer noch besser, als wenn jeder für sich allein mit dem Leitungsunternehmen verhandeln müsse.