Wo stehen die Milcherzeuger?

20.12.2017

Milch, Markt, Politik – wo stehen wir? Diese Frage diskutierten Milcherzeuger am Dienstag vergangener Woche in Wipperfürth mit Paul-Christian Küskens, Vizepräsident des RLV.

Foto: Stefan Rankenhohn

Eingeladen hatten die Kreisbauernschaften Oberbergischer und Rheinisch-Bergischer Kreis. Wie Küskens berichtete, schwächt sich der Milchmarkt in wichtigen Produktmärkten bereits ab, gleichzeitig dreht die Milchanlieferung weiter ins Plus. Während für die Erzeuger der Auszahlungspreis kaum planbar sei, gelte dies umgekehrt für die Molkereien in puncto Anlieferungsmenge. Die Preisgestaltung müsse daher marktgerechter werden. Dazu bedürfe es einer besseren Mengenplanung und -steuerung, zum Beispiel durch Bonuszahlungen zur Mengenanpassung in außergewöhnlichen Marktsituationen oder eine verwertungsbezogene Staffelung des Erzeugerpreises. Zudem sollten Molkereien Milcherzeugern praktikable Angebote für freiwillige Festpreiskontrakte machen, um zumindest Teilmengen langfristig absichern zu können. Politische Pauschallösungen seien ungeeignet, da die Strukturen viel zu unterschiedlich seien, hier sei die Milchwirtschaft selber gefordert. Ebenfalls auf der Tagesordnung in Wipperfürth stand die aktuelle Seuchenlage und die Vermeidung von Wiedereinschleppungen insbesondere von BHV1 in die jetzt ungeschützten Bestände.