Bergische Bauern schützen Kitze

18.05.2017

Rehkitze, Hasen und andere Wildtiere wollen die Landwirte aus dem Bergischen Land mit einem Wildretter, ein Alarmgerät, schützen.

Unser Foto zeigt (v.l.n.r.): Bernd Schnippering, stv. Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis, Lothar Stinn, Kreislandwirt Rhein.-Berg. Kreis, Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis, Peter Lautz, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein.-Berg. Kreis, und sein Stellvertreter Lutz Görne. Foto: Stefan Rankenhohn

Dazu setzen die Bauern aus der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis und Rhein.-Berg. Kreis Wildretter beim Grasschnitt ein.

„Tote Kitze in der Grassilage oder in der Heumahd will kein Landwirt. Unfälle mit Wildtieren lassen sich größtenteils vermeiden, zum Beispiel durch Maßnahmen wie den Einsatz eines Wildretters, eines Alarmgeräts, das die Tiere beim Grasschneiden aufscheucht“, betont Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis. „Landwirte setzen sich mit Herz und Technik für die Artenvielfalt ein. Ob durch Blühstreifen als insektenreiche Nahrungsspender, durch Brachen als Brutstätten oder blühende Zwischenfrüchte. Auch mit dem Einsatz von Wildrettern leisten die Bauern einen enormen Beitrag zur Biodiversität“, sagt Peter Lautz, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein.-Berg. Kreis.

Für Landwirte liegt der Vorteil des Wildretters auf der Hand: Es ist nicht nur grausam, die Tiere unbeabsichtigt zu verletzen, sondern es verunreinigt auch die Silage. Gerettet werden durch das Alarmgerät fast alle Hasen und Kaninchen ab einem Alter von drei Monaten, erwachsene Fasane, Rehkitze ab dem Alter von etwa drei Wochen und jedes erwachsene Wild. Wie man selbst einen Wildretter baut, erfährt man unter www.rlv.de/mitglieder/wildretter-bauen.