Erstes Duisburger Bauernhofgespräch

13.07.2017

„Ist das CETA-Freihandelsabkommen gut für Landwirtschaft und Verbraucher?“ lautete das Thema einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung am 29. Juni auf dem Holtumer Hof der Familien Schmitz/Greilich in Duisburg-Serm.

Diskutierten das CETA-Freihandelsabkommen und stellten sich den Fragen des Auditoriums (v.l.n.r.): Prof. Dr. Volker Clausen, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und internationale Beziehungen, Universität Duisburg-Essen; Christoph Ridder, Kreisvorsitzender Kreisbauernschaft Ruhrgroßstädte, Udo Röllenblech, Mitglied des „Team Europe“, des Rednerdienstes der Europäischen Kommission, Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Die Teilnehmer der Veranstaltung folgten aufmerksam den Ausführungen der Diskutanten. Fotos: Kreisbauernschaft Ruhrgroßstädte

Eingeladen dazu hatten Landfrauen und Landwirte der Ruhrgroßstädte und das Büro für Europa-
angelegenheiten Europe Direct aus dem Informationszentrum der Stadt Duisburg.

Prof. Dr. Clausen von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und internationale Beziehungen der Universität Duisburg-Essen, Christoph Ridder, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Ruhrgroßstädte, sowie Wolfgang Schuld-
zinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, hatten sich im Vorfeld mit dem Abkommen auseinandergesetzt und informierten die inte­ressierten Besucher des Abends über die Auswirkungen des Freihandelsabkommens CETA, seine Vor- und Nachteile und Chancen sowie Risiken für Landwirte und Konsumenten. Anschließend diskutierten sie in reger Runde mit den Teilnehmern der Veranstaltung. So konnten manche Bedenken und Ängste zu diesem Abkommen ausgesprochen, aber auch durch sachliche Argumente ausgeräumt werden. Während der Verhandlungszeit des ­CETA-Abkommens zwischen der EU- Kommission und Kanada war es für den landwirtschaftlichen Berufsstand und gleichermaßen für Verbraucher schwierig, Informationen über Inhalte des Abkommens zu bekommen. Man sorgte sich darüber, welche Auswirkungen es haben wird, wenn es von allen EU-Staaten ratifiziert und in Kraft treten sollte.

„Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Volkswirtschaften Deutschlands sowie von den anderen EU-Partnern und Kanada unterm Strich von einem fairen Freihandelsabkommen profitieren werden, dass hohe Qualitätsstandard den Verbraucher schützen sollen, es aber nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer auf jeder Handelsseite geben wird“, sagte Ridder abschließend.