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Stellten sich auf dem Betrieb von Cornel Lindemann-Berk (r.) der Diskussion mit der Kreisbauernschaft Köln Rhein-Erft-Kreis (v.l.n.r.): Dr. Christian Pohlmann (FDP), Willy Winkelhag, Thomas Okos (CDU) und Dr. Volkhard Wille (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Sarah Öztürk

Landwirtschaft wieder mehr in den Fokus nehmen

Auf Einladung der Kreisbauernschaft Köln Rhein-Erft-Kreis stellten sich am Dienstag der Vorwoche die örtlichen Landtagskandidaten einer Diskussionsrunde auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Lindemann-Berk in Frechen. Nach Begrüßung durch Gastgeber Cornel Lindemann-Berk und Kreislandwirt und Kreisvorsitzenden Willy Winkelhag sowie einer kurzen Vorstellungsrunde der Landtagskandidaten Thomas Okos (CDU), Dr. Christian Pohlmann (FDP) und Dr. Volkhard Wille (Bündnis 90/Die Grünen) wurden die Themen unter Moderation von Sarah Öztürk, Geschäftsführerin der Kreisbauernschaft, vertieft. So stellten sich die Politker etwa der Frage, wie sie gewährleisten wollen, dass in Deutschland weiter unter strengen Umweltauflagen genügend qualitativ hochwertige Nahrungsmittel erzeugt werden.
Einig waren sich die Landtagskandidaten in wenigen Punkten, obgleich sie einheitlich he­­rausgearbeitet haben, dass landwirtschaftliche Themen und Kenntnisse sowie Wertschätzung für die Landwirtschaft wieder stärker in den Fokus von Bildung und Gesellschaft gebracht werden müssen. Für den Abbau beziehungsweise die Vereinfachung von Dokumentationen und Bürokratie wolle man sich nach konkreten Eingaben ebenso für den Berufsstand einsetzen, wie auch für die lückenlose Netzabdeckung im ländlichen Raum.
Von den Anwesenden wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung erörtert, dass anhaltende Flächenverluste aufgrund von Wohnbebauung, Gewerbeansiedlungen oder Infrastrukturmaßnahmen landwirtschaftliche Betriebe in der Region zunehmend vor die Herausforderung stellen, unter dem Druck des Strukturwandels wirtschaftlich und wettbewerbsfähig zu bleiben. Hinzu kommen immer stärker werdende Bestrebungen von Windkraft und Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Den anhaltenden Flächenverbrauch in der Region reduzieren zu wollen, fand bei keinem der Kandidaten klare Unterstützung. Gleichwohl aber Bestrebungen, Maßnahmen zur Stärkung von Biodiversität auch außerhalb der Landwirtschaft zu suchen und insoweit alle Bürgerinnen und Bürger in die Gesamtverantwortung ziehen zu wollen. Bei persönlichen Gesprächen, Brezeln, Kölsch und Wein im ehemaligen Pferdestall von Gut Neu-Hemmerich fand die Veranstaltung sodann ihren Ausklang.


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