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FDP-Kandidaten treffen Bauern (v.l.n.r.): Jan Griskewitz (FDP), Jörn Freynick (FDP), Hans Schorn, Stefan Hermeling, Heinrich Weidenfeld, Hans-Joachim Schäfer (FDP Kreisverband Euskirchen), Frederik Schorn (FDP), Helmut Dahmen, Martin Böhling und Jochen Schmitz. Foto: Paul-Heinz Müller

Mehraufwand muss honoriert werden

FDP zu Gast bei Kreisbauernschaft Euskirchen

Zu Gast bei der Kreisbauernschaft Euskirchen waren kürzlich die Kandidaten der FDP, die dort zur Wahl in den Landtag antreten. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Jochen Schmitz Frederik Schorn, Jan Griskewitz und Jörn Freynick auf seinem Betrieb in Zülpich-Mülheim. Nachdem er seinen Betrieb vorgestellt hatte, sparte er nicht an Kritik an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft. Diese versorge die Bevölkerung trotz stetig steigender Kosten mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu Preisen wie vor 40 Jahren. Den Landwirten bliebe unter dem Strich immer weniger Geld, um nicht nur den Lebensunterhalt der eigenen Familien sicherzustellen, sondern auch die Betriebe durch Investitionen weiterzuentwickeln.
Schuld daran sei die ständig zunehmende Macht des Lebensmitteleinzelhandels. Dieser diktiere inzwischen nicht nur die Preise, zu denen die Landwirte ihre Produkte am Markt verkaufen können, sondern bestimme sogar die Qualitätskriterien und Rahmenbedingungen der Produktion. Bestes Beispiel seien die weit über die gesetzlichen Vorgaben hi­­nausgehenden Anforderungen im Bereich des Tierwohls. Um die Tiere weiter vermarkten zu können, seien viele Landwirte zu teils massiven Investitionen gezwungen – und zwar, ohne dass sich diese in höheren Preisen wiederfänden. Hinzu kämen die zunehmenden Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft im Bereich des Natur- und Umweltschutzes. Die Landwirtschaft sei zwar willens und in der Lage, diesen Wünschen zu entsprechen, der Mehraufwand könne aber nicht ohne zusätzliche Honorierung geleistet werden.
Helmut Dahmen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Euskirchen, äußerte in diesem Zusammenhang sein Unverständnis darüber, dass die Politik angesichts des Kriegsgeschehens in der
Ukraine weiterhin nicht von einer verpflichtenden Stilllegung von 4 % der Ackerflächen abrücke. Gerade in den arabischen und westasiatischen Ländern bestehe eine große Abhängigkeit von ukrainischen und russischen Getreidelieferungen, sodass zur Vermeidung einer Knappheit andere Länder die Versorgung der dortigen Bevölkerung sicherstellen müssten.
Die Landtagskandidaten nahmen die Anliegen der Landwirte interessiert auf und waren sich einig, die Gespräche mit der Landwirtschaft künftig regelmäßig durchführen zu wollen.


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