Vertragliche Vereinbarungen

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 ist für polnische Saisonarbeitskräfte, die in Landwirtschaft und Gartenbau tätig werden wollen, die Einholung einer Arbeitserlaubnis nicht mehr notwendig. Auch bei der Beschäftigung von rumänischen und bulgarischen Mitarbeitern ist der Arbeitgeber seit Januar 2012 von der Einholung der Arbeitserlaubnis freigestellt. Für Rumänen und Bulgaren gilt dies jedoch nur bei Ausübung einer auf 6 Monate befristeten Saisontätigkeit.

Aus Gründen der Rechtssicherheit ist es allen Arbeitgebern, die osteuropäische Saisonarbeitskräfte beschäftigen, der Abschluss eines schriftlichen Arbeitsvertrages dringend zu empfehlen.

Den Mitgliedern des RLV steht die Kurzfassung eines Arbeitsvertrages auf den Internetseiten zur Verfügung. Hierbei ist auf folgendes hinzuweisen:

Der Arbeitsvertrag ist zu großen Teilen der ehedem von der Bundesagentur für Arbeit verwandten Einstellungszusage/Arbeitsvertrag (EZ/AV) nachgebildet. Er enthält zu Gunsten des Arbeitgebers weitergehende Regelungen, die jedoch allgemeiner Natur sind. Die Kreisbauernschaften des RLV erstellen auf Anfrage daher einen weitergehenden Arbeitsvertrag, der die jeweilige Arbeitgeber-Situation stärker berücksichtigt. Der als Download im Internet zur Verfügung stehende Arbeitsvertrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann insbesondere nicht vor allen sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Risiken schützen.

Weitere Formulare und Verträge gibt es hier.