Schafe, Ziegen und Geflügel

Aufhebung der Stallpflicht in Teilen NRWs

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hat sich seit Beginn der Geflügelpest im November 2016 für ein risikoorientiertes Vorgehen beim Aufstallungsgebot eingesetzt. Deshalb ist es erfreulich, dass das Ministerium in Düsseldorf am Freitag vergangener Woche eine Aufhebung der Stallpflicht in Teilen NRWs möglich gemacht hat.

Seit dem 20. Dezember 2016 galt landesweit für sämtliches gehaltenes Geflügel die Stallpflicht, da in den Risikogebieten die Geflügelpest ausgebrochen war. Nun können die Veterinärämter in den Gebieten, wo weniger als 300 Stück Geflügel/km2 gehalten werden und ein geringes Risiko besteht, dass sich Virus in direkter Umgebung befindet, die Stallpflicht wieder aufheben.

Die Geflügelhalter werden über die zuständige Behörde informiert, wenn sie ihr Geflügel wieder rauslassen dürfen. Die  Stallpflicht ist nur eine von vielen Maßnahmen, die eine Übertragung der Geflügelpest aus der Wildvogelpopulation in Nutzgeflügelbestände verhindern soll.  Der RLV erinnert deshalb daran, dass die Einhaltung anderer Biosicherheitsmaßnahmen nach wie vor unabdingbar ist. So sollten weder fremde Personen die Ställe und Auslaufflächen betreten oder befahren noch freilaufende Hunde und Katzen die Möglichkeit bekommen, Virus zu verschleppen. Auch die Tierhalter selbst sollten vor und nach der Versorgung der eigenen Tiere die wichtigsten Hygienemaßnahmen beachten, da es nach wie vor in Deutschland neue Fälle von Geflügelpest gibt und die hohe Mobilität der Menschen ein Risiko darstellt.