Antibiotika-Einsatz in Deutschland seit dem Jahr 2011 mehr als halbiert

09.11.2017
WHO warnt vor zu hohem Antibiotikaeinsatz in vielen Ländern --- Weltweit werden in der Tierhaltung nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zu viele Antibiotika eingesetzt.

Weltweit werden in der Tierhaltung nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zu viele Antibiotika eingesetzt. In Deutschland hingegen ist man auf einem guten Weg, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche bestätigte. Hierzulande hat sich der Antibiotika-Einsatz seit dem Jahr 2011 mehr als halbiert, betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).  

Die Nutztierhalter in Deutschland haben die Verwendung von Antibiotika in den vergangenen Jahren konsequent reduziert. In Deutschland wurden seit 2011 fast 60 % weniger Antibiotika an Tierärzte abgegeben. Auch im wirtschaftsgetragenen QS-Antibiotikamonitoring ist der Trend der Reduktion deutlich sichtbar. Dem QS-Monitoring kann entnommen werden, wie viel Antibiotika bei Geflügel, Schweinen und Mastkälbern eingesetzt wird. Auch die Wirkstoffklassen mit besonderer Bedeutung für die Therapie beim Menschen wurden weniger verabreicht. Hier ist ein Minus von 20,2 % zum Vorjahr zu verzeichnen, wobei der Anteil aller kritischen Antibiotika bei weniger als 1,1 % liegt. Der von der WHO beanstandete Einsatz von Antibiotika als Leistungsförderer ist in Deutschland und Europa schon seit vielen Jahren kein Thema mehr.

Der RLV wird sich weiterhin für einen verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika und einen restriktiven Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika einsetzen. Dennoch muss der Einsatz weiterhin nach sorgfältiger Abwägung und in Einzelfällen, bei denen keine therapeutische Alternative zur Verfügung steht, möglich bleiben.


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