Bunte Äcker im Herbst

09.08.2017
Die Ernte 2017 ist in vollem Gange und für manche Landwirte sogar bereits abgeschlossen. Doch was passiert jetzt auf den Äckern? Viele rheinische Landwirte setzen nun auf den Anbau von Zwischenfrüchten, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Das heißt, direkt nach der Ernte geht es auch schon wieder an die Aussaat.

Foto: Stiftung Rheinische Kulturlandschaft

Ölrettich, Senf oder Phacelia sind die beliebtesten Zwischenfrüchte, aber auch Rauhafer, Leindotter, Sonnenblumen, Perserklee, Sommerwicke oder Buchweizen werden in den Mischungen je nach Standort und Hauptfrucht verwendet. Wie der RLV erklärt, hat der Anbau von Zwischenfrüchten viele verschiedene Vorteile. Mit den Pflanzen sorgen die rheinischen Landwirte dafür, dass die Bodenstruktur verbessert wird, wichtige Nährstoffe in den Boden kommen und dieser vor Auswaschung von Stickstoff geschützt wird. Die Flächen bieten im Herbst außerdem Schutz und Nahrung für Wildtiere und sind auch besser vor Witterungseinflüssen geschützt. Gerade in Hanglagen sorgen sie dafür, dass die humusreiche obere Bodenschicht nicht abgespült wird. Mit dem Anbau von Zwischenfrüchten erreicht der Landwirt also nicht nur positive Effekte für die folgenden Feldfrüchte, sondern setzt sich außerdem für den Umweltschutz ein, so der RLV.

Die meisten Zwischenfrüchte sind nicht winterhart. Daher frieren sie bei Minusgraden ab und bilden eine grüne, schützende Mulchauflage, die auf dem Feld verbleibt. Erst im Frühjahr werden die Pflanzenreste eingearbeitet, sodass der gespeicherte Stickstoff wieder für Zuckerrüben, Sommergetreide und Mais zur Verfügung steht, erklärt der RLV. Doch erstmal sorgen die Zwischenfrüchte für einen bunten Herbst auf den rheinischen Äckern.


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