Das Rheinland ist die Hochburg im Wirsinganbau

02.11.2017
Mit einer Anbaufläche von rund 300 ha wurde im vergangenen Jahr etwa ein Drittel des in Deutschland angebauten Wirsings im Rheinland erzeugt. Die günstigen klimatischen Bedingungen und die milden Winter sorgen seit vielen Jahren dafür, dass das Rheinland eine Hochburg des Wirsinganbaus ist.

Foto: Sabine Weis

Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Wirsing wird mittlerweile fast ganzjährig aus heimischem Anbau vermarktet. Traditionell liegen die Angebotsschwerpunkte für dieses Gemüse, das üblicherweise gekocht verzehrt wird, in den Herbst- und Wintermonaten. Allerdings ist auch der besonders zarte Frühwirsing im späten Frühjahr sehr beliebt.

Wirsing zählt zum Kopfkohl, schmeckt mit seinen gekräuselten Blättern aber milder als der Weißkohl. Ähnlich wie alle Kohlarten enthalten die krausen Köpfe viel Vitamin C und auch Senföle.

Verwendet wird Wirsing häufig gedünstet als Gemüsebeilage zu diversen Fleischgerichten. Beliebt sind auch Wirsingkohlrouladen. Während Wirsing früher als „Arme-Leute-Essen“ eingestuft wurde, hat seit einigen Jahren auch die gehobene Küche diese Kohlart entdeckt.

Wirsing hält sich bei kühler Lagerung mehrere Tage frisch. Das Welken der äußeren Blätter kann durch eine Lagerung in einem Folienbeutel verhindert werden. Sollte nur ein Teil des Wirsingkopfes verbraucht werden, empfiehlt es sich, die Schnittfläche mit Frischhaltefolie abzudecken. In diesem Falle sollte der Rest des Kopfes möglichst bald verwendet werden.

Wirsing stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, hat aber im Rheinland seine zweite Heimat gefunden.


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