Welttierschutztag: Tierhaltung entwickelt sich stetig weiter

04.10.2017
Seit 2002 steht in Deutschland der Tierschutz im Grundgesetz. Seitdem setzen deutsche Bauern international Maßstäbe für den Tierschutz, betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn. Landwirte seien darauf angewiesen, dass es ihren Tieren gut geht und sie gesund sind.

Dabei habe sich die Tierhaltung in den letzten Jahrzehnten stetig weiter entwickelt. Die Haltungs-, Klima- und Fütterungsbedingungen seien mit enormem Aufwand und mit Begleitung von Wissenschaft, Forschung und Beratung kontinuierlich verbessert worden. Frühere Haltungsbedingungen waren in allen Belangen sehr viel schlechter für die Tiere, auch wenn diese Formen der Tierhaltung heute immer wieder positiv und idealisiert dargestellt werden, meint der RLV. Ein Stall in den 80er Jahren sei mit den heutigen modernen Haltungsformen nicht mehr vergleichbar. Heutige moderne Ställe seien hell, klimatisiert, mit einem angemessenen Platzangebot und Beschäftigungsmaterial. Für die Gesundheitsvorsorge seien regelmäßige Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und eine intensive Bestandsbetreuung selbstverständlich, erklärt der RLV.

Ein gutes Beispiel für die Weiterentwicklung und Optimierung der Tierhaltung seien neue Zahlen zum Antibiotika-Verbrauch. Tierhaltende Betriebe würden oft mit dem Vorwurf konfrontiert, zu viele Antibiotika einzusetzen, erklärt der RLV. Neueste Erhebungen kommen jedoch zu ganz anderen Ergebnissen. Nach den Ergebnissen einer Studie des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) habe sich die Menge der an Tierärzte abgegebenen Antibiotika seit 2011 mehr als halbiert. Laut RLV eine tolle Entwicklung, die zeigt, dass Tierärzte und Landwirte gut zusammen arbeiten und in dieser kurzen Zeit bereits viel geschafft haben.


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