Beginn der süßen Zeiten

29.11.2017
Weihnachten rückt näher und damit auch die Lust auf Plätzchen, Kuchen und Punsch. Die Industrie freut es und auch die Verbraucher selbst sorgen mit der Herstellung beliebter Weihnachtsleckereien für einen verstärkten Zuckerverbrauch.

Foto: Nadine Hörster

Dennoch macht der Absatz von Haushaltszucker in der Gesamtbilanz des Zuckerabsatzes, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, nur einen kleinen Teil aus. Zucker ist ein vielseitig einsetzbares Produkt aus der Natur. Er wird nicht nur als Lebensmittel in Form von Raffinade, Puder-, Würfelzucker oder Kandis verwendet, sondern kommt in erheblichen Anteil auch im Non-Food-Bereich zum Einsatz. Etwa als nachwachsender Rohstoff in der Fermentationsindustrie, bei der Erzeugung von Bioethanol oder der Herstellung chemischer Produkte.

Wie der RLV weiter berichtet, liegt der durchschnittliche Zuckerverzehr in Deutschland laut der nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) bei 18 bis 20 kg pro Kopf und Jahr. Hier ist ebenfalls der Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln oder Getränken miterfasst. Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ) schätzt, dass in der gesamten Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2017 Zuckerrüben auf einer Fläche von 384 922 ha angebaut wurden. Bei einem Zuckerrübenertrag von 81,8 t/ha und einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 17,7 % wird demnach die Zuckererzeugung aus Rüben auf 4,98 Mio. t geschätzt.

Das entspricht einem Anstieg von rund 23 % gegenüber der Ernte 2016. Die Ausweitung der Anbaufläche und der damit verbundene Anstieg der Erzeugung erfolgten vor dem Hintergrund der Abschaffung der Zuckerquoten. Durch die Aufhebung der bisherigen Obergrenzen für den Absatz auf dem Binnenmarkt kann Importware durch heimischen Zucker ersetzt werden.


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