"Einheitsverband bleibt unverzichtbar"
RLV-Präsident Friedhelm Decker sprach in Lindlar-Linde vor Milchbauern
(20.1.2010) "Der Rheinische Landwirtschafts-Verband vertritt ebenso wie der Deutsche Bauernverband alle Produktionsrichtungen und alle Betriebsformen in der Landwirtschaft". Das hat der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, vergangene Woche auf der gemeinsamen Kreisbauernausschusssitzung der Kreisbauernschaften Rheinisch-Bergischer und Oberbergischer Kreis in Lindlar-Linde deutlich gemacht. "Unser aller Einsatz geht dahin, auch in Zukunft mit Erfolg für bestmögliche Rahmenbedingungen für unsere Betriebe einzutreten", so Decker weiter.
Der Präsident verwies in diesem Zusammenhang auf die beachtlichen Erfolge, die die verbandlichen Aktivitäten für den landwirtschaftlichen Berufsstand gebrächt hätten. So habe auf Landesebene ein wichtiges Ziel für viele Milcherzeuger gerade auch des Bergischen Landes erreicht können: Durch hartnäckiges Bohren habe der RLV dafür Sorge getragen, dass es die NRW-Weidehaltungsprämie – wenn auch in modifizierter Form – wieder geben werde. Er erinnerte zugleich daran, dass die Landwirtschaft die einzige Berufsgruppe sei, der in der Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung konkrete finanzielle Zusagen gemacht worden seien. So sehe das von Union und FDP verabschiedete "Sonderprogramm Landwirtschaft" für die Jahre 2010 und 2011 zusätzliche Mittel im Umfang von 750 Mio. € mit einem Grünlandmilchprogramm als Kernelement, ergänzt um erhebliche Beitragsentlastungen für alle Landwirte, vor.
Erfolge dieser Art seien umso wichtiger, als die deutsche Landwirtschaft durch die weltweite Wirtschaftskrise erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Ob Milch, Getreide, Kartoffeln, Gemüse oder Schweinefleisch: Allenthalben seien teils historische Tiefstände zu verzeichnen gewesen. Das "Gesicht der Krise" sei dabei ohne Zweifel aber die Milch.
Der RLV-Präsident räumte in diesem Zusammenhang ein, dass es gerade im Milchbereich durchaus unterschiedliche Auffassungen über den weiteren Weg gebe. Decker appellierte jedoch an die Landwirte, auf allen Seiten bemüht zu sein, wieder zusammen zu kommen, um gemeinsam für gute Entwicklungen einzutreten. Angesichts etwa der hohen Bedeutung der EU-Ausgleichszahlungen für das wirtschaftliche Ergebnis der Betriebe machten schon die anstehenden Beratungen über die künftige EU-Agrarpolitik deutlich, wie nötig gemeinsame Kraftanstrengungen seien. Denn, so Decker weiter: „Nur wenn wir zusammenstehen, gewinnen wir alle.“









Favorit speichern: