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Schritt in die richtige Richtung

Weiterhin Kritik an Flächenstilllegungen

Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete RLV-Präsident Bernhard Conzen die gestrigen Beschlüsse der Sonderagrarministerkonferenz, die sich mit letzten Details zur Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland befasste.
Er dankte Landwirtschaftsministerin Gorißen dafür, dass sie sich für Erleichterungen bei der Mindestbedeckung von Ackerflächen im Winter und einer Rücknahme der unsinnigen Selbstbegrünung auf Stilllegungsflächen eingesetzt habe. Zudem sei der Anbau von Kulturen in Selbstfolge zukünftig unbürokratisch möglich, so dass die Landwirte je nach Witterung und Marktverhältnissen ihre Produktionsprogramme anpassen können. Auch die Anhebung der Prämien für die in den Eco-Scemes vorgesehenen Maßnahmen der vielfältigen Fruchtfolge sei – so Conzen – ein wichtiges Signal für die Anbauplanungen der Betriebe in der neuen GAP-Förderperiode.
Nach wie vor unzufrieden ist der RLV-Präsident mit der zögerlichen und scheinbar ideologisch geprägten Haltung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und einiger Landesministerien hinsichtlich der zeitweiligen Aussetzung der 4 %-igen Flächenstilllegung. Nachdem die EU den Weg dafür freigemacht habe – so Conzen – sei es aus seiner Sicht absolut unverständlich, dass Deutschland – anders als viele andere EU-Mitgliedsstaaten – von dieser Möglichkeit noch nicht Gebraucht mache. Die Herausnahme produktiver Flächen aus der Erzeugung sei in Zeiten angespannter Versorgungslagen auf dem Weltgetreidemarkt widersinnig. Er bestärkte Landwirtschaftsministerin Gorißen darin, sich unter den Länderkolleginnen und –kollegen sowie dem Bund weiterhin für eine zeitbefristete Aussetzung der Flächenstilllegung stark zu machen.