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Zukunft für die rheinischen Bauern – nur mit politischem und gesellschaftlichem Rückhalt

06.07.2021

RLV bewertet das Ergebnis der Zukunftskommission

Der Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft wurde nach 10-monatiger Arbeit heute an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben – auch die rheinischen Bauern hoffen damit auf neue und verlässliche Weichenstellungen für die Zukunft ihrer Betriebe, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) heute in Bonn.

„Der Bericht ist ein klares Bekenntnis aller Beteiligten, dass Landwirtschaft in Deutschland eine Zukunft haben soll. Dazu gehört auch, die erforderliche Umgestaltung der Landwirtschaft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen und dabei Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu sichern. Wenn es uns gelingt, diese Empfehlungen der Kommission in politisch verlässliche Formen zu gießen, hat unsere Landwirtschaft eine Perspektive“, erklärt RLV-Präsident Bernhard Conzen. Denn ohne den Rückhalt der Gesellschaft und ein ausreichendes Einkommen sind die Landwirte jeder Möglichkeit beraubt, beim gewünschten Wandel mitzuhalten. „Damit die Bäuerinnen und Bauern diesen Weg beschreiten können, bedarf es umgehend eines qualifizierten Außenschutzes, der die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards der heimischen Erzeugung absichert“, so Conzen weiter. „Für uns geht es jetzt darum, die Ergebnisse aus Berlin ohne Strukturbrüche verträglich auf rheinische Äcker und in rheinische Ställe zu bekommen. Das wird nicht leicht für uns Landwirte, wir stehen damit vor großen Herausforderungen und Aufgaben. Und auch die Gesellschaft wird ihren Teil dazu beitragen müssen“, prophezeit Conzen. Billigpreisangebote kritisch zu hinterfragen und auf Regionalität und Saisonalität zu achten müsse genauso normal werden, wie für grünere Innenstädte zu sorgen.

„Fast am wichtigsten ist zunächst, dass diese Übereinkunft in kommenden politischen Entscheidungen, auch von der neuen Regierung, Berücksichtigung findet und noch wichtiger: respektiert wird. Wir Landwirte setzen auf diese Unterstützung und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – ohne einseitige Schuldzuweisungen, dafür mit klugen und gut durchdachten Ideen und Maßnahmen. Für gesunde landwirtschaftliche Betriebe und eine gesicherte Versorgung mit regionalen Lebensmitteln – und damit für ein wichtiges Stück Rheinland.“



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