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Warnung vor neuer Abzocke-Firma

09.12.2015

Keine Unterschrift unter diese Erklärung leisten --- Immer wieder gibt es fragwürdige Unternehmen, die mittels Zusendung eines Fax-Deckblattes um Vervollständigung von persönlichen Angaben und um Ableistung einer Unterschrift zur Bestätigung dieser Angaben bitten, wie im vergangenen Jahr die Gewerbeauskunft Zentrale (GWE). Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) warnt die rheinischen Landwirte vor dieser Abzocke.

„Aus dem Kleingedruckten ergibt sich dann oft, dass mit der Unterschrift unter dem Fax-Deckblatt ein mehrjähriger Vertrag zur Eintragung seiner Daten in eine Onlinedatenbank gegen eine nicht unerhebliche Gebühr von mehreren hundert Euro pro Jahr abgeschlossen wird“, erklärt Rainer Friemel, Leiter der RLV-Rechtsabteilung. Jüngstes Beispiel für ein solches Unternehmen sei ein Fax-Anschreiben des Europäischen Zentralverzeichnisses zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern. Mit Vervollständigung und Unterschrift dieses Fragebogens schließe der Betroffene einen Vertrag zur kostenpflichtigen Eintragung seiner Daten in eine Onlinedatenbank für einen Zeitraum von mindestens 36 Monaten zu einem Preis von 760 €/Jahr ab.

„Im hektischen Büroalltag hat man es schnell übersehen: Die Schreiben der fragwürdigen Unternehmen sehen seriös, ja geradezu amtlich aus“, erklärte Rechtsanwalt Friemel und empfiehlt, auf keinen Fall auf die Schreiben zu reagieren. „Wer diese Schreiben aus Versehen oder bewusst ausgefüllt hat, bekommt schnell eine Rechnung – für nichts. Die versprochenen Veröffentlichungen werden nämlich oft gar nicht vorgenommen, in Einzelfällen konnten ganz versteckt die Eintragungen nach langer Suche ausfindig gemacht werden“, betonte er. Die nachfolgenden Rechnungen sollte man keinesfalls bezahlen.

Sollte jemand die Schreiben aus Versehen unterzeichnet haben, schicke das Unternehmen in regelmäßigen Abständen Mahnungen, denen Urteile beigefügt seien, in denen die GWE oder ähnliche Unternehmen vor Gericht Recht bekommen hätten. Bewusst werden die Entscheidungen, die eine Zahlungspflicht der Betroffenen ablehnen, verschwiegen. „Das beschriebene Prozedere dient allein dazu, die vermeintlichen Schuldner einzuschüchtern“, stellte Friemel klar. Wenn eine Rechnung oder Mahnung den Betroffenen zugehe, sollten diese dringend juristischen Rat einholen.



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