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Silomaisernte läuft im Rheinland an

14.09.2016

1 ha Mais „recycelt“ den CO2-Ausstoß von 60 000 km Autofahrt ---- Wegen des hochsommerlichen Wetters der vergangenen Woche, ist es zu einer ungewöhnlich schnellen Reife der Maispflanze gekommen.

Foto: Andrea Bahrenberg

Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Insbesondere auf leichten Sandböden am Niederrhein sind die Maisbestände reif.

Im langjährigen Durchschnitt beginnt die Maisernte eher gegen Ende September, im vergangenen Jahr sogar noch eine Woche später. Abhängig von der Witterung wird der Erntebeginn in diesem Jahr somit etwa zwei Wochen früher erwartet als in 2015, berichtet der RLV. Ab Mitte September werden auch in den übrigen Teilen des Rheinlands die Maisbestände reif sein.

Die Ertragserwartungen gehen regional weit auseinander und reichen von Gut bis hin zum Totalausfall. Durch Hochwasser und Unwetter hat der Mais vor allem am Niederrhein über Tage oder sogar Wochen unter Wasser gestanden. Das sonnige und heiße Wetter in den letzten Augustwochen war gut für den Mais, konnte die Ausfälle aus dem Juni aber nicht mehr überall ausgleichen.

Mais ist ein wahres Multitalent – er ist für Menschen in vielen Regionen der Welt ein Grundnahrungsmittel, im Rheinland ist er ein wichtiges Futtermittel für Kühe und Schweine und findet als Maisstärke Verwendung in der Industrie. Ein Teil der Maisernte liefert das Futter die Biogasanlagen. Keine Pflanze kann effektiver Sonnenenergie nutzen als Mais, da sie als C4-Pflanze über ein höheres CO2-Aufnahmevermögen verfügt. Außerdem besitzt Mais ein effektives Transpirationssystem, weswegen fast keine Pflanze weniger Wasser benötigt um Pflanzentrockenmasse und Energie zu bilden. Auch Stickstoff wird durch Mais effizienter verwertet als von anderen Pflanzen. Somit liefert 1 ha Mais schließlich den Jahressauerstoffbedarf für 50 bis 60 Menschen und „recycelt“ den CO2-Ausstoß von 60 000 km Autofahrt.



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