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EU lobt Deutschland beim Thema Antibiotikaeinsatz

09.11.2016

Lob von der EU-Kommission gab es für den verantwortlichen Antibiotika-Einsatz bei Nutztieren in Deutschland. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßt sehr, dass die weltweit strengste Gesetzgebung im Bereich Tierarzneimittel nun auch im europäischen Vergleich anerkannt wird.

Anlässlich eines Besuchs im April hatten Vertreter der EU-Kommission sich über die praktische Umsetzung von Maßnahmen zur Eindämmung von Resistenzen gegen Antibiotika in Deutschland umfassend informiert. Auf dem Plan standen in diesem Jahr Besuche in insgesamt neun Mitgliedsstaaten. In dem nun vorgelegten Bericht loben die Vertreter der Kommission den umsichtigen Umgang mit Antibiotika und die zahlreichen verpflichtenden Maßnahmen, die im Rahmen der Deutschen Antibiotikaresistenzstrategie (DART) bereits für den Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung seit 2008 ergriffen wurden. Sie informierten sich über die Umsetzung der verschärften Regeln in Bund und Ländern, bei Tierärzten, Landwirten und Futtermittelwerken und den starken Rückgang der eingesetzten Mengen.

Von der Politik fordert der RLV dringend eine realistische Einschätzung des zukünftig Erreichbaren.  „Den Fokus weiterhin allein auf die Menge der verschriebenen Antibiotika zu richten und dauerhaft ein Viertel der Betriebe zu Maßnahmenplänen zu zwingen, kann weder der Eindämmung von  Resistenzen dienen noch dem Tierschutz“, so der RLV.

Die Gesamtmenge des Antibiotika-Verbrauchs wird hierzulande bereits seit drei Jahren Mengen- und Wirkstoffgenau erfasst. Der Antibiotika-Einsatz bei Tieren wurde nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in 2015 gegenüber 2011 bereits um  über 50 % gesenkt. Die verschärften Vorschriften zeigten in Verbindung mit Transparenz also Wirkung, hebt der RLV hervor.

Der RLV betont aber, dass Landwirte und Tierärzte realistische Zielvorgaben brauchen um das Erreichte zu verfestigen. Zudem würden durch die immer höheren Hürden bei Baumaßnahmen letztlich wichtige Verbesserungen in der Tierhaltung verhindert und somit laufen mit Tierärzten erarbeitete Maßnahmenpläne oft ins Leere.



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