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Dialog gestartet - Hendricks spricht mit rheinischen Bauern

10.02.2017

„Die Kampagne ‚Bauernregeln‘ des Bundesumweltministeriums hat die Stimmung auf dem Land aufgeheizt. Umso mehr freuen wir uns, dass die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nun einlenkt und die Bauernregeln nicht weiter plakatieren will, sondern einen konstruktiven Dialog mit den Landwirten startet“, betont Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), anlässlich eines Gesprächs mit der Ministerin bei einer Kundgebung rheinischer Bauern in Kerpen.

„Es ist richtig und wichtig, dass Ministerin Hendricks sich mit uns an den Tisch setzt!“ Schließlich hätten rheinische Bauern in den letzten Tagen mit dem Slogan „Dialog: Ja - Diffamierung: Nein!“ dazu aufgefordert, das Gespräch zu suchen. Gestern protestierten 500 Bauern mit 100 Schleppern in Kleve vor dem SPD-Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Hendricks.

„Die Landwirte sahen sich durch die Kampagne zu Unrecht an den Pranger gestellt“, so Conzen. Die pauschalen Bauernregeln machten nicht deutlich, welche Leistungen die Bauern in den letzten Jahren für mehr Natur-, Klima-, Gewässer- und Tierschutz erbracht haben. Die Landwirte seien sauer, weil die Ministerin verkürzt von Ackergift spricht, obwohl der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln strengen Auflagen und aufwendigen Zulassungsverfahren unterliegt. „Wir Bauern setzen Pflanzenschutzmittel kontrolliert und mit Bedacht ein, um die Ackerkulturen vor Krankheiten zu schützen und die Ernte zu sichern“, erklärt der RLV-Präsident. „Dies ist kein Selbstzweck“.

„Die rheinischen Bauern halten es beim Diskurs um die Weiterentwicklung des Tier- und Umweltschutzes für notwendig, dass ihnen nachhaltige ökonomische Perspektiven aufgezeigt werden und den Bürgern auch die Grenzen des Machbaren offen und ehrlich darzustellen. Einzig ordnungsrechtliche Vorgaben zu fordern und vermeintliche Fehlentwicklungen anzumahnen, reiche nicht aus und gefährde den Fortbestand einer bäuerlich getragenen rheinischen Landwirtschaft. „Wir Landwirte sind bereit für Gespräche und beteiligen uns heute schon aktiv am Gewässer- und Umweltschutz. Wir brauchen keine Diffamierung. Jetzt, da die Kampagne eingestellt wird, kann ein sachlicher Dialogprozess starten“, so Conzen.



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