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Geht nicht zusammen: Landfraß zulassen und Insekten schützen

25.09.2019

Die jüngsten Daten des Statistischen Landesamts Nordrhein-Westfalen, it.nrw, belegen erneut: Der Flächenfraß in NRW schreitet unvermindert fort.

Auch im Jahr 2018 fielen wieder 23 ha pro Tag landwirtschaftliche Fläche anderen Nutzungen zum Opfer, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) zur Veröffentlichung aktueller Zahlen am Montag dieser Woche durch die zuständige Statistikbehörde. Gemessen am bundesweiten Durchschnitt von rund 60 ha pro Tag stehe NRW mit einem Anteil von fast 40 % an der Spitze der Flächenräuber.

„Das ist kein Ruhmesblatt für unser Bundesland“, so RLV-Präsident Bernhard Conzen. Nach seiner Auffassung passen die aktuell auch im umstrittenen Aktionsprogramm zum Insektenschutz geforderten Maßnahmen zum Schutz von Biene und Co. nicht zum ungezügelten Flächenverbrauch. Für die Erzeugung von Nahrungsmitteln wie für die Schaffung von Lebensraum wildlebender Tiere sei eine ausreichende Flächenausstattung erforderlich. „Leider“, so Conzen, „hat unsere Landesregierung eine große Chance vertan und den Flächenschutz aus dem Landesentwicklungsplan gestrichen.“ Umso wichtiger sei jetzt eine Landeskompensationsverordnung, die intelligente Lösungen für Landwirtschaft und Naturschutz schafft. „Die nach dem Bundesnaturschutzgesetz erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen – neben Siedlung und Verkehr der größte Posten beim Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen – müssen endlich der qualitativen vor der quantitativen Kompensation den Vorrang geben“, forderte Conzen abschließend.



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