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Digitale Transformation - Fluch oder Segen?

25.09.2019

Auch in der landwirtschaftlichen Technik läuft heute immer mehr übers Internet. Was kommt dabei auf die Landwirte zu, wie schützt der Landwirt seine Daten und wie ist der Fortschritt einzuschätzen?

Michael Lenz

Die in Bonn erscheinende Agrarfachzeitschrift LZ Rheinland hat Michael Lenz, Geschäftsführer der DBV-Service GmbH, zum Thema „Digitale Transformation – Fluch oder Segen?“ interviewt.

Auf die die Frage, ob man tatsächlich immer noch schnelleres Internet benötige, antwortete Michael Lenz: „Wir brauchen in erster Linie ein Internet mit vielen kleinen Funkzellen, um kurze Antwortzeiten für die Kommunikation von Maschinen untereinander zu erreichen. Viele denken, dass Bandbreite das A und O ist. Aber Smart- und Precisionfarming funktionieren nur dann, wenn neben ausreichender Bandbreite für den Informationsinhalt die Informationen selbst in nahezu Echtzeit ausgetauscht werden können.“ So könnte zukünftig der Maishäcksler dem Ladewagen sagen, wann er wo auf dem Acker zu erscheinen hat. Und wenn es nach dem Wunsch der Entwickler ginge, mache der Ladewagen das dann auch noch ohne Fahrer. In einem weiteren Schritt würde der Häcksler auch noch autonom fahren – und der Ladewagen seinen autonom fahrenden Maschinenkollegen ankündigen, dass er gleich zum Abladen komme und man sich bitte zum Festwalzen bereithalte – und das alles mit 5 G.

Neben dem Datenschutz und der Datensicherheit, waren auch die so genannten Info-Blasen Thema des LZ-Interviews. „Man sollte sich bei allen virtuellen Auswüchsen des Internets immer darüber im Klaren sein: Die Realität ist und bleibt da, wo der Pizzamann herkommt!“, brachte Lenz es auf den Punkt. Social-Media und Co. hätten eine hohe Bedeutung, aber seien nicht alles. „Der Bauer gehört fest zum Dorf, zu den Sport-Vereinen, zur freiwilligen Feuerwehr, zum Schützenverein und zur Dorfkapelle. Er ist ein wichtiger Teil des Gemeindelebens und kann zur Not auch schnell mal Wasser aus dem Keller pumpen. Auch bei dem, der vorher gesagt hat, dass das Güllefass mieft. Die Landwirtschaft inklusive vor- und nachgelagertem Bereich muss aus meiner Sicht lernen, alle diese guten Dinge in den Vordergrund zu stellen. Und im Internet auch verbreiten“, so Lenz.

Das Interview in voller Länge ist nachzulesen unter www.lz-rheinland.de/nachricht/detail/digitale-transformation-fluch-oder-segen/.



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