Bitte klicken Sie hier, falls der Newsletter nicht korrekt dargestellt wird.  

Regionale Lebensmittel wertschätzen - Dumpingpreise verhindern!

03.02.2020

Heute hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Lebensmittelhandel und die Ernährungsindustrie zu einem Gespräch ins Bundeskanzleramt eingeladen. Dabei soll es um die Themen Wertschätzung von Lebensmitteln und unfaire Handelspraktiken gehen.

Das begrüßen der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüseerzeuger und fordern einen fairen Umgang mit den heimischen Bauern seitens des Handels.

„Lebensmittel werden im Rheinland unter hohen Standards erzeugt. Oft setzt der Handel die Standards sogar noch höher als die gesetzliche Vorschrift. Trotzdem werden die Preise immer weiter gedrückt und Lockangebote sowie Dumpingpreise gemacht. Das darf so nicht weiter gehen!“, betonen RLV wie Provinzialverband. Regionale Lebensmittel verdienten Wertschätzung und kostendeckende Preise. Deshalb begrüßen die beiden Verbände, dass sich NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser auch für die Wertschätzung und gegen das Verramschen von Nahrungsmitteln einsetzen will. Laut Heinen-Esser könne die Rechnung „Hohe Umwelt- und Tierschutzstandards zu Niedrigpreisen“ nicht aufgehen.

Auf den ersten Blick ist es attraktiv für Verbraucher, wenn die Lebensmittelpreise dauerhaft niedrig sind oder sogar weiter sinken. Allerdings müsse man hier weiter denken, meinen RLV und Provinzialverband. Niedrige Preise und ständig steigende Kosten etwa durch die Anhebung des Mindestlohnes machten es den Landwirten hier in NRW schwer, wettbewerbsfähig zu bleiben und weiter zu existieren. Es droht ein massiver Strukturwandel. In der Folge müssten Lebensmitteln aus anderen Ländern der Welt eingeführt werden. „Die Verbraucher können Produkten aus heimischer Erzeugung vertrauen. Die Standards in Deutschland sind hoch, die Qualität ist sehr gut und die Lebensmittel sind sicher und gesund. Für Erzeugnisse aus Drittländern gelte das nicht so ohne weiteres“, betonen die beiden Verbände. Solange die Lebensmittelerzeugung in Deutschland stattfindet, kann man die Standards bestimmen. „Wenn sie abwandert, kann man nur noch das einkaufen, was andere Länder erzeugen. Daher sind billige Lebensmittelpreise langfristig schlecht für den Verbraucher“, geben RLV und Provinzialverband zu Bedenken. Zudem seien regional erzeugte Lebensmittel gut fürs Klima: Kurze Transportwege sorgten für eine geringe Klimabelastung.



Abbestellen