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RLV-Newsletter für Mitglieder - 18.05.2020

18.05.2020

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchten wir Sie mit dem RLV-Newsletter zu aktuellen Anlässen über Serviceangebote und wichtige agrarpolitische Hinweise informieren. Mit freundlichen Grüßen Ihr Rheinischer Landwirtschafts-Verband

1. Neue Sticker von den Rheinischen Bauern

2. RLV-Blühstreifenschilder jetzt bestellen

3. Milchmarkt und Corona-Krise: DBV-Diskussionspapier

 

1. Neue Sticker von den Rheinischen Bauern

Im Rahmen der Kampagne „Helden vom Feld“ gibt es neue Sticker. „Rheinländer“ und „Rheinländerin“ in der herkömmlichen Größe sowie „Brötchenmacher“ und „Klimaschützer kaufen regional“ in Extragroß für Maschinen. Zu bestellen unter: www.die-rheinischen-bauern.de/bestellung-postkarten-stickersets/

 

2. RLV-Blühstreifenschilder jetzt bestellen

Die Blühstreifenschilder des RLV können für 15€ zzgl. Versandkosten das Stück bestellt werden. Einfach eine Mail mit Kontaktdaten an info@rlv.de senden. Weitere Infos gibt es hier: www.rlv.de/fileadmin/user_upload/Bl%C3%BChstreifen-Schilder_bestellen-2018.pdf

 

3. Milchmarkt und Corona-Krise: DBV-Diskussionspapier

Kürzlich hat der Deutsche Bauernverband (DBV) zur aktuellen Situation am Milchmarkt und zu möglichen Maßnahmen Stellung genommen.

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie führen nach DBV-Angaben zu einer noch nie gesehenen Marktsituation: Im Lebensmitteleinzelhandel werden derzeit Rekordumsätze verbucht, während im Außer-Haus-Verzehr deutliche Nachfragerückgänge zu verzeichnen sind. Im EU-Binnenmarkt kam es kurzfristig zu bedeutenden Beeinträchtigungen des Warenverkehrs und im Drittlandsexport mit China als wichtigstem Importeur von Molke-, Magermilch- und Vollmilchpulver zur Reduktion von Entladekapazitäten in den Häfen. Je nach Produktportfolio sowie Absatzkanal ist die Betroffenheit unter den Molkereien von der Corona-Krise daher sehr unterschiedlich. Der Verbandsrat des DBV hat sich vor diesem Hintergrund nach Vorberatungen durch den Fachausschuss "Milch" zur Frage notwendiger Maßnahmen positioniert und in einem Diskussionspapier zusammengefasst. Als wichtigste Punkte sind zu nennen:

- Notwendige Reaktionen der Marktanpassung auf Ebene der Molkereien:

Eine molkereiindividuelle Reduktion der Anlieferung ist dann aus wirtschaftlichem Eigeninteresse der Molkerei sowie ihrer Milchlieferanten hilfreich, wenn damit der Anteil der deutlich unterdurchschnittlichen Verwertungen reduziert werden kann. Gleichzeitig stehen Elemente der längerfristigen Preisabsicherung in den Lieferbeziehungen zwischen Molkereien und Milchbauern beim Großteil der Molkereien weiterhin nicht zur praktikablen Nutzung durch die Landwirte zur Verfügung. Wie in der Strategie 2030 des deutschen Milchsektors festgehalten, liegt nach dem Wegfall der staatlichen Mengenregulierung das Management der Anlieferungsmengen allein in den Händen der Marktakteure. Staatliche Vorgaben für Lieferbeziehungen können nur dann ein Weg sein, wenn von den Molkereien und den Milcherzeugern keine entsprechenden Vertrags- und Liefermodelle auf den Weg gebracht werden, mit denen eine Rückkopplung zwischen Markt und der Anlieferungsmenge ermöglicht wird.

- Private Lagerhaltung / Öffentliche Intervention von Milchprodukten

Der DBV begrüßt die jüngst eröffnete Förderung der privaten Lagerhaltung, um schnell und punktgenau Stabilität an den Märkten zu gewinnen; diese Maßnahme ist Zeichen wirtschaftlichen Pragmatismus. Zugleich ist im Rahmen der gemeinsamen Marktorganisation zu prüfen, ob die öffentliche Intervention nur denjenigen Unternehmen zur Verfügung stehen soll, die gleichzeitig mit Anlieferungsreduktionen ihrer Verantwortung für den Gesamtmarkt nachkommen.

- Erzeugung planen: Auch für Erzeugergemeinschaften möglich

Anerkannte Erzeugerorganisationen und deren Vereinigungen haben aktuell nach EU-Recht für die kommenden sechs Monate die Möglichkeit, Vereinbarungen zur Planung der erzeugenden Rohmilchmenge umzusetzen. Auch hier kann eine Produktionsreduktion aus Sicht einer Erzeugergemeinschaft wirtschaftlich sinnvoll sein. Bereits erfolgte unverbindliche Aufrufe zur Mengenreduktion können damit in Eigenverantwortung begleitet werden.

- EU-Binnenmarkt, Internationaler Handel, Verantwortung des LEH

Auch während einer angespannten Marktlage gilt es, im EU-Binnenmarkt nationale Abschottungstendenzen zu unterbinden. Gleichzeitig ist die Versorgung der deutschen Bevölkerung mit heimischen Milchprodukten zu gewährleisten. Absatzrekorde im deutschen LEH sind dabei nicht mit der Forderung nach Preisnachlässen vereinbar; unlauteren Handelspraktiken muss von der Politik wirksam entgegengetreten werden. Handelsabkommens wie mit Mexiko, die zusätzliche Wertschöpfungspotenziale bieten, gilt es umzusetzen, um unabhängiger von einzelnen Absatzregionen zu werden.

- Liquiditätssicherung

Sollten über Darlehen der Rentenbank und Hilfen von Bund/Ländern hinaus weitere liquiditätssichernde Maßnahme notwendig werden, verweist der DBV auf eine entsprechende Maßnahme aus 2015, mit der eigenkapitalstärkende Tilgungszuschüsse gewährt wurden. Solche Maßnahmen dürften jedoch nicht aus der Krisenreserve des Agrarhaushaltes geleistet werden, da dies direkt mit Kürzungen der landwirtschaftlichen Direktzahlungen verbunden wäre.

Das Diskussionspapier des DBV-Verbandsrates findet sich hier.



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