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Landwirte im Erntefieber

22.07.2020

In den nächsten Tagen startet im Rheinland voraussichtlich die Raps- und Weizenernte: Die Landwirte nutzen das hoffentlich trockene und sonnige Wetter, um die Ernte einzubringen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, rechnen die Landwirte aufgrund der Trockenheit im Frühjahr mit regional sehr verschiedenen, aber eher unterdurchschnittlichen Erträgen.

Foto: Marilena Kipp

Für die Landwirte gibt es jetzt keine Verschnaufpause, so der RLV. In den nächsten Tagen werden die Tage lang und die Nächte kurz, damit die Getreideernte trocken eingefahren werden kann. Mit einer guten heimischen Qualität können sich die Mehl- und Ölmühlen entlang der Rheinschiene nun eindecken, hoffen die Bauern in der Region und vertrauen darauf, dass Bürger den Wert des heimischen Getreides hochschätzen. Mit der Getreideernte wird laut RLV die Basis für ein gutes Brot gelegt. Hierauf macht der Verband zur Ernte mit großen Aufklebern auf Ernteanhängern aufmerksam, auf ihnen prangt das Wort „Brötchenmacher“.

Als nächstes stehen die Ernte von Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln auf dem Programm. Damit hier gute Erträge erzielt werden können, sei Regen jedoch dringend notwendig, das gelte insbesondere auch für die milchviehhaltenden Betriebe, die Futter für den Winter einlagern müssen. Bereits jetzt kommen Beregnungsanlagen zum Einsatz, beispielsweise in Kartoffelflächen, um den Pflanzen die nötige Kraft zur Ertragsbildung zu geben. Die Niederschläge sind regional sehr unterschiedlich ausgefallen, sodass auch die Ernteerträge regional stark voneinander abweichen können. Sorgen machen dem RLV vor allem die trockenen Wiesen und Weiden am Niederrhein, wo die sandigen Böden das Wasser schlechter speichern.

Weizen ist in Deutschland die bedeutendste Getreideart, weltweit sogar die Nummer 2 nach Mais. Man unterscheidet zwischen Sommerweizen, der im März ausgesät wird, sowie Winterweizen, der im September und Oktober des Vorjahres ausgesät wird. In NRW wurden im Jahr 2019 auf circa 250 000 ha Winterweizen angebaut. Ungefähr ein Drittel davon stehen im Rheinland.



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