Erntedank mal anders

17.09.2020

Kreisbauernschaft Aachen lud zu Pressetermin an der Strohpuppe ein

Boten für den Pressetermin eine tolle Kulisse: Aachener Landwirte rund um ihre Strohpuppen auf dem gastgebenden Betrieb Vonderstein.

Wie war denn nun die Ernte? Bernd Kockerols und seine Berufskollegen standen der Presse Rede und Antwort.

Eine der Botschaften der Landwirte, die im Rahmen einer gemeinsamen Aktion von Rheinischem Landwirtschafts-Verband (RLV) und Land schafft Verbindung plakatiert wurde: Wir ackern für euch! Fotos: Marilena Kipp

In Sachen Fotomotiv ließen sich die Aachener Landwirte nicht lumpen. Zwei große Strohpuppen wiesen Journalisten und Besuchern schon aus der Ferne den Weg auf den landwirtschaftlichen Betrieb Vonderstein in Aachen. Statt des üblichen Erntedankempfangs lud die Kreisbauernschaft Aachen rund um den neuen Vorsitzenden Bernd Kockerols und gemeinsam mit den Aachener Landfrauen am Dienstag vergangener Woche zu einem Pressetermin an den Strohpuppen ein.

Starke Botschaften

„Wir schützen dein Essen“ und „Wir ackern für dich“ hieß es auf großen Plakaten an den Puppen. „Mit diesen Botschaften wollen wir zeigen, was alles hinter einem regional erzeugten Produkt steckt“, erklärte Kockerols den anwesenden Pressevertretern. „Wie viel Umweltleistungen, Qualität, Frische und geprüfte Sicherheit der Bürger quasi ‚miteinkauft‘. Bei regional erzeugten Lebensmitteln gibt es einen hohen Mehrwert!“ Die Botschaften seien auch eine Aufforderung zum Dialog und ein Hinweis auf aktuell diskutierte Themen, wie den Artenschutz oder Düngevorgaben.

Veränderungen angehen

„Über notwendige Veränderungen muss man jedoch sprechen und sie auch deutlich machen: Möchten wir etwas bewirken und auch in den kommenden Jahres ein frohes Erntedankfest feiern – dann müssen wir diese Veränderungen gemeinsam angehen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung anerkennen“, erklärte der Landwirt. Dabei nannte er unter anderem die Themen Flächenverbrauch, Mercosur-Abkommen oder aber auch Pflanzenschutzmittel. „Wir Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel auch heute schon sehr gezielt und sparsam ein. Um diesen Weg weiter zu beschreiten, benötigen wir neue digitale und mechanische Techniken sowie moderne Züchtungsmethoden. Dies sollte von der Politik unterstützt werden. Es sollen natürlich auch die gleichen Regeln in der gesamten EU gelten – sowohl beim Pflanzenschutz, als auch in der Tierhaltung“, betonte Kockerols.

Ernte in Aachen

Dass gut gefüllte Regale keine Selbstverständlichkeit sind, konnte der Vorsitzende bei seinem Resümee zum landwirtschaftlichen Jahr in der Aachener Region verdeutlichen. „Die Getreideernte 2020 konnte in der Stadt und in der Städteregion Aachen dank der schweren und guten Böden größtenteils mit zufriedenstellenden Erträgen eingefahren werden“, so Kockerols.

Bei den Zuckerrüben, die in den kommenden Wochen geerntet werden, wird jedoch eine unterdurchschnittliche Ernte erwartet – genauso wie bei den Kartoffeln. „Hier fehlte einfach das Wasser zum Wachsen und im Moment ist es vielerorts auch zu trocken zum Ernten“, erklärte der Aachener  Ackerbauer weiter. Auch beim Mais sieht es durchwachsen aus, was vor allem für die Viehbetriebe, die den Mais als Futter benötigen, dramatisch sei. Auf den Wiesen und Weiden in der Region seien 30 bis 50 % weniger Gras gewachsen. Informationen, die auch den Besuchern verdeutlichen: Landwirtschaft kann ein hartes Geschäft sein. Doch auch nächstes Jahr wird es in Aachen wieder heißen: Wir ackern für dich und wir schützen dein Essen.


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