Christoph Könen verabschiedet

22.11.2018

Christoph Könen, der langjährige Geschäftsführer der Kreisbauernschaft Bonn – Rhein-Sieg, ist am Freitag vergangener Woche vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) und seiner Kreisbauernschaft in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Bedankten sich für Könens großes Engagement für die Landwirte in der Kreisbauernschaft Siegburg (v.l.n.r.): der Siegburger Landrat Sebastian Schuster, Kreisvorsitzender Theo Brauweiler, Christoph Könen und seine Frau Barbara, RLV-Präsident Bernhard Conzen und Konstantin Pauly, neuer Geschäftsführer der Kreisbauernschaft. Foto: Dr. Elisabeth Legge

Beim Empfang in Gut Großenbusch in St. Augustin bescheinigten RLV-Präsident Bernhard Conzen und der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Theo Brauweiler, dem jetzigen Ruheständler ein außergewöhnlich hohes Engagement für den ländlichen Berufsstand in seiner 35-jährigen Berufstätigkeit.

Könen, der am 29. März 1953 in Düren geboren wurde, studierte nach dem Abi­tur in Düren und seiner Bundeswehrzeit Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen ersten juristischen Staatsexamen legte er im Sommer 1983 das zweite juristische Staatsexamen ab. Am 1. November 1983 trat der junge Jurist in die Dienste des RLV und wurde zunächst juristischer Mitarbeiter bei der Kreisbauernschaft Siegburg, bevor er drei Monate später zum Geschäftsführer der Kreisbauernschaft berufen wurde.

„Kreisgeschäftsführer Könen hat Enormes geleistet und ein ungeheuer umfangreiches Aufgabenfeld bearbeitet“, stellte Conzen in seiner Laudatio fest. In allen rechtlichen Fragen habe der Jurist den Mitgliedern zur Verfügung gestanden. Keiner wurde mit seinem Problem alleingelassen. In vielen Hundert Einzelberatungen habe der Jurist die Bäuerinnen und Bauern seiner Kreisbauernschaft beraten und ihnen wertvolle Hilfestellung geleistet. Könen sei darüber hi­naus ein wichtiger Wegbegleiter und Vorbereiter für den kooperativen Naturschutzansatz im Rhein-Sieg-Kreis und darüber hi­naus gewesen. Conzen nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Aufstellung von Landschaftsplänen und Programmen wie das Siegauen-Projekt oder das gewaltige Projekt „ICE-Bahnstrecke“ und deren naturschutzrechtliche Kompensation. Eine besondere Herausforderung für Könen sei sicherlich auch die Fusion seiner Kreisbauernschaft mit der Kreisbauernschaft Bonn im Jahr 2005 gewesen. Die alleinige Betreuung der Landwirte in beiden Kreisbauernschaften habe Könen Enormes abverlangt. Dabei habe er seine Arbeit stets in der ihm eigenen Bescheidenheit ausgeübt.

Viele lobende Worte für den jetzigen Ruheständler fand auch der Kreisvorsitzende. „Für unseren Kreisgeschäftsführer Könen standen immer die Belange der Mitglieder und ihrer Familien im Vordergrund“, betonte Brauweiler. Außerdem habe Könen den ehrenamtlich Tätigen der Kreisbauernschaft stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Nachfolger von Könen ist Konstantin Pauly. Der 33-jährige Jurist ist seit April dieses Jahres für den RLV tätig.