Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erhalten

03.03.2016

Landwirtschaft und Naturschutz im Kreis Düren bilden Arbeitskreis --- In Fortführung des „Runden Tisches“ zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Düren zur Erhaltung und Entwicklung der Artenvielfalt und der Lebensräume in der Agrarlandschaft trafen sich die beteiligten Akteure am Mittwoch vergangener Woche erstmalig zu einem verabredeten Arbeitskreis.

Landwirtschaft, Naturschutz und Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren haben zur Erhaltung und Entwicklung der Artenvielfalt und der Lebensräume in der Agrarlandschaft einen Arbeitskreis gegründet. Foto: Michael Niesen

Nachdem man sich innerhalb der „Rahmenvereinbarung zwischen Westfälisch-Lippischem Landwirtschaftsverband (WLV), Rheinischem Landwirtschafts-Verband (RLV), Landwirtschaftskammer NRW und dem Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium zur Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften“ vom 8. Dezember 2014 zunächst auf die notwenigen Kommunikationsprozesse über eine zentrale Kommunikationsplattform in Form von „Runden Tischen“ geeinigt hatte, soll der eingerichtete Arbeitskreis nunmehr nicht allein den Dialog zwischen allen relevanten Beteiligten fördern. Vielmehr hat man sich als gemeinsames Ziel die Erarbeitung und Begleitung von konkreten Maßnahmen vor Ort gesetzt.

Vorab machte Martin Castor, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Düren, deutlich, dass er die Aufgabe des Arbeitskreises zunächst darin sehe, zielgerichtete Maßnahmen für den Kreis Düren zu identifizieren und anschließend anhand von Best-Practice- Beispielen innerhalb der verabredeten Modellbetriebe für eine weitere Umsetzung bei den Landwirten zu werben.

Unter Federführung und Moderation der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Düren tauschten sich die beteiligten Akteure innerhalb des Arbeitskreises im Anschluss über weitere Erwartungen der Teilnehmer aus. Schnell wurde deutlich, dass allen Anwesenden der Erhalt und die Entwicklung der Artenvielfalt, mithin die Biodiversität in unserer Kulturlandschaft, besonders am Herzen liegen. Allein bildete sich ebenfalls sehr schnell die Erkenntnis he­raus, dass für den immer stärker spürbaren Verlust vieler Arten nicht allein etwa die Landwirtschaft verantwortlich gemacht werden könne. Vielmehr handelt es sich hierbei nicht zuletzt um ein gesamtgesellschaftliches Problem, welches sich etwa auch durch das geänderte Freizeitverhalten oder die strukturellen Änderungen in den Siedlungsbereichen in nicht unerheblichem Maße auf den zu beobachtenden Artenverlust in unserer Kulturlandschaft auswirke. Es bestand deshalb  Einigkeit, dass auch in diesem Bereich noch mehr an Aufklärungsarbeit nötig sei, damit auch gesamtgesellschaftlich eine Trendwende geschaffen werden könne.

Gleichwohl nutzten die Teilnehmer den Arbeitskreis, um auch über Ansätze zu sprechen, wie man im Kreis Düren in Kooperation mit Landwirtschaft und Naturschutz konkrete Projekte zur Verbesserung der Biodiversität vorantreiben könne. Hierzu gab es einen regen Austausch unterei­nan­der, bei dem etwa über ein konkretes Projekt zum Schutz des Kiebitzes oder eine Empfehlung für ein Pflegemanagement für Wegeraine diskutiert wurde.  

Insgesamt begrüßten alle Teilnehmer die Einrichtung des Arbeitskreises und verabredeten zugleich, sich in Fortführung weiterer Gespräche über die konkreten Entwicklungen der Projekte auszutauschen.


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