Dank für Zusammenarbeit und Verständnis

04.10.2018

Auch in diesem Jahr war der Erntedankempfang der Kreisbauernschaft Düren im Kreishaus gut besucht. Nicht nur Landwirte und Landfrauen waren am 24. September gekommen, auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung ließen sich das Ereignis trotz massiver Parkplatzpro­bleme nicht entgehen.

Die traditionelle Erntekrone wurde auch in diesem Jahr wieder von Karin Käufer aus Nörvenich-Wissersheim geschmückt (v.l.n.r.): Margret Frings, Bezirksvorsitzende der Landfrauen Jülich, Bernhard Conzen, Hedi Feucht, Jessica Krebbing, Erich Gussen und Wolfgang Spelthahn.

Die gelungene Dekoration, unter anderem mit Milch, Dinkel und Raps, zeigte die Vielfalt der Landwirtschaft und stammte von den Landfrauen Düren-Jülich. Fotos: Kirsten Engel

Und Landrat Wolfgang Spelthahn konnte zu dem vom Blechbläser-Quartett stimmungsvoll begleiteten Empfang traditionell auch wieder die amtierende Rheinische Kartoffelkönigin begrüßen. Als Gast war ebenfalls RLV-Präsident Bernhard Conzen gekommen.

„Dieser 18. Erntedankempfang hat nichts von seiner Aktualität verloren“, erklärte der Landrat zu Beginn. Zwar müsse nicht mehr Danke gesagt werden, dass wir satt werden, vielmehr sei es wichtig, an der Tradition festzuhalten als Zeichen der Wertschätzung an die Landwirte. Und Landrat Spelthahn wollte mit der Veranstaltung noch weitere Botschaften senden, die der guten Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, die auch die anderen 364 Tage im Jahr funktioniere. Neben der Afrikanischen Schweinepest nannte er das Thema Flächenverbrauch, das nichts an seiner Aktualität verloren habe. Und er lenkte den Blick auf den Dürre-Sommer: „Landwirtschaft und Natur sind nicht planbar.“

Das extreme Wetter und die diesjährige Ernte waren dann auch das bestimmende Thema der Erntedankrede von Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Düren und RLV-Vizepräsident. Mit Demut sei die diesjährige Ernte und Situation am besten zu beschreiben. Und er meinte damit die Gegebenheiten, die nicht beeinflussbar seien, wie das Wetter. Aber er betonte auch: „Wir haben Vertrauen in die Zukunft, denn wir säen jetzt schon wieder aus – etwas, das ich in der Gesellschaft vermisse.“ In der schwierigen Lage sei der Versuch unternommen worden, den Bauern die Verantwortung für den Klimawandel in die Schuhe zu schieben.

Dazu sagte er: „Egal, wie hoch unser Anteil an den wohl nicht zu leugnenden Klimaveränderungen tatsächlich ist, wir Landwirte haben unsere Verantwortung längst erkannt.“ Beispielsweise durch neue Techniken auf dem Acker oder moderne Methoden im Stall, um effizienter als früher zur Senkung des Treibhausgasausstoßes beizutragen.

Der Kreisvorsitzende zeigte sich dankbar, dass in den lokalen Medien die Schwierigkeiten und Sorgen der Landwirte objektiv und realistisch dargestellt wurden. Die Rede von Erich Gussen kam im Sitzungssaal gut an, an zahlreichen Stellen gab es Zwischenapplaus. Die Kreislandfrauenvorsitzende Hedi Feucht und die Rheinische Kartoffelkönigin Jessica Krebbing sprachen ebenfalls Grußworte.