"Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft"

05.11.2015

Landwirtschaft und Naturschutz errichten „Runden Tisch“

Im Kreis Düren wird künftig ein „Runder Tisch“ Konzepte zur Erhaltung und Entwicklung der Artenvielfalt und der Lebensräume in der Agrarlandschaft entwickeln. Foto: Kreisbauernschaft Düren

Mit der „Rahmenvereinbarung zwischen Westfälisch-Lippischem Landwirtschaftsverband (WLV), Rheinischem Landwirtschafts-Verband (RLV), Landwirtschaftskammer NRW und Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft und Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV) zur Förderung der Biodiversität in Agrarlandschaften“ vom 8. Dezember 2014 verständigten sich die vorgenannten Vereinbarungspartner auf einen Maßnahmenkatalog zur Erhaltung und Entwicklung der Artenvielfalt und der Lebensräume in der Agrarlandschaft.

Innerhalb dieser Vereinbarung wurden zur erfolgreichen Umsetzung der Artenschutzbestimmungen zugleich die notwenigen Kommunikationsprozesse über eine zentrale Kommunikationsplattform in Form von Runden Tischen vorgesehen, in denen unter Leitung der Unteren Landschaftsbehörden im Dialog mit allen relevanten Beteiligten konkrete Maßnahmen vor Ort erarbeitet werden sollen.

Auf Initiative der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Düren hat nun Anfang vergangener Woche im Kreishaus ein erster „Runder Tisch“ zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Vertreter der Verwaltung stattgefunden.

Für die Landwirtschaft führte Dr. Bernd Lüttgens, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des RLV, zunächst in die Thematik ein und erläuterte den Teilnehmern nochmals die wesentlichen Inhalte und die Hintergründe der Entstehungsgeschichte der mit dem Ministerium geschlossenen Rahmenvereinbarung. Er legte bei seinen Ausführungen insbesondere Wert darauf, dass sich die Beteiligten Akteure bei der Ausarbeitung der Rahmenvereinbarung stets darüber einig waren, dass sich die dort verankerten Ziele am besten auf freiwilliger Basis erreichen lassen würden und man daher dem Freiwilligkeitsprinzip einen wesentlichen Status innerhalb der Vereinbarung eingeräumt habe. Dr. Lüttgens untermauerte diese zutreffende Ansicht schließlich auch anhand zahlreicher positiver Beispiele, etwa auf dem Sektor des freiwilligen Vertragsnaturschutzes, wie in einem konstruktiven Miteinander zwischen Landwirtschaft und Naturschutz – gerade auch im Kreis Düren – bereits erhebliche Verbesserungen zum Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft erzielt werden konnten.

Dass es dennoch weiterhin Handlungsbedarf zur Verbesserung gibt, darauf wies Heidrun Düssel-Siebert, Leiterin der Biologischen Station Düren, hin, die den Anwesenden in einem weiteren Vortrag einen Überblick über den Status quo der Biodiversität im Kreis Düren gab. Ihr Hauptaugenmerk galt hierbei vor allem dem Feldvogelschutz, dessen Bestände in den letzten Jahren erheblich eingebrochen sind.

Insgesamt begrüßten alle Teilnehmer die Einrichtung des „Runden Tisches“ und man war sich einig, hierüber eine Plattform geschaffen zu haben, die geeignet ist, den Problemen des zunehmend zu beobachtenden Artenschwundes in der Agrarlandschaft mit der Erarbeitung von geeigneten Maßnahmen vor Ort entgegenzuwirken.


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