Erntedankfrühstück in Kerken

04.10.2018

Nahezu 120 Gäste waren der Einladung der Kreisbauernschaften Kleve und Geldern zum diesjährigen Erntedankfrühstück Mittwoch vergangener Woche in der „Gaststätte Schoelen“ in Kerken-Winternam gefolgt.

Zeigten der Landwirtschaft ihre Wertschätzung (v.l.n.r.): Josef Peters, Kreislandwirtin Bärbel Buschhaus, Dr. Günther Bergmann, MdL, Margret Voßeler, MdL und Wilhelm Hellmanns.

Etwa 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Berufsstand waren der Einladung nach Kerken gefolgt. Fotos: David Steffen

Zentrales Thema war hierbei die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest. So warnte der Gelderner Vorsitzende Wilhelm Hellmanns eindrücklich vor der Seuche: „ASP ist für uns Landwirte eine große Bedrohung.“ So dürfe gerade das Risiko nicht unterschätzt werden, wenn aus dem Urlaub Speisen für den eigenen Verzehr oder als Geschenk mitgebracht werden, da dies zu einer höheren Gefährdung für die Tiere in den landwirtschaftlichen Betrieben führen kann. Auch Landrat Wolfgang Spreen erwähnte in seinem Grußwort die Afrikanische Schweinepest und wies da­rauf hin, dass der Kreis Kleve umfangreiche Vorbereitungen hierzu getroffen habe für den Fall eines Ausbruchs. Der Kreisvorsitzende der Kreisbauernschaft Kleve, Josef Peters, wies in seinem Grußwort auf bestehende Bewirtschaftungspro­bleme auf extensiv genutzten Flächen im Naturschutz- und FFH- und Vogelschutzgebiet hin. Die immer häufiger auffindbaren Giftpflanzen, namentlich das Jacobskreuzkraut, könnten nicht weiter toleriert werden und insofern müsse hier Abhilfe geschaffen werden. Den anwesenden Landtagsabgeordneten Margret Voßeler und Dr. Günther Bergmann gab er mit auf den Weg, sich auf Landesebene verstärkt für den Vertragsnaturschutz zu engagieren.

Der Bürgermeister der Gemeinde Kerken, Dirk Möcking, wies eindrücklich auf die Bereitschaft der Gemeinde Kerken hin, nahezu 280 km an landwirtschaftlichen Wegen instand halten zu müssen und hierbei jährlich 250 000 € an Investitionen einzusetzen. Auch wenn sich durch die diesjährige schwere Dürre viele landwirtschaftliche Betriebe in einer schwierigen Situation befänden, so versicherte Wilhelm Hellmanns gegenüber dem Landrat: „Wir fühlen uns als Landwirte wohl im Kreis Kleve.“