Einbruch: Sicher ist sicherer!

12.11.2015

Es ist gegen 2.30 Uhr, als Landfrau Anja Emsig hochschreckt und in den stählernen Lauf eines Revolvers blickt. Ganz offensichtlich ist der Einbrecher durch den Kellerschacht in das Haus eingedrungen …

Willy Winkelhag (l.), Vorsitzender der Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis, bedankte sich mit einem Präsent bei Ewald Eckstein, Kriminalhauptkommissar a. D. für seinen Vortrag. Foto: Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis

So oder so ähnlich stellt sich der krimi- und fahndungserfahrene Fernsehzuschauer von heute den typischen Einbruch vor und sichert sich entsprechend mit Alarmanlagen, Videoüberwachung, vergitterten Kellerfenstern und Ähnlichem ab. „Dies ist völlig überzogen und realitätsfern“, räumte Ewald „Eddy“ Eckstein mit diesem und zahlreichen weiteren Vorurteilen am 22. Oktober in Köln-Auweiler auf. Die Kreisbauernschaft Köln/Rhein-Erft-Kreis hatte den Kriminalhauptkommissar a. D. als Referenten für die gemeinsame Veranstaltung der Landsenioren und der Landfrauen gewinnen können. Das typische Einbruchwerkzeug bestehe lediglich aus einem langen Schraubenzieher, mit dem Türen und Fenster aufgehebelt werden können, und einem Spachtel, der die sogenannte Schlossfalle zur Seite drückt. Der bewaffnete Einbrecher, der regelmäßig über die Bildschirme unserer Wohnzimmer flimmert, sei die absolute Ausnahme und vielleicht gerade deshalb medial besonders interessant.

Überhaupt, so Eckstein weiter, müsse man zwei Tätertypen unterscheiden: zum einen den gewerblichen Täter, der sich auf Firmen und gewerbliche Unternehmen spezialisiert habe, über einen geeigneten Absatz verfüge und häufig auf „Bestellung“ arbeite und zum anderen den Einbrecher, der in Wohngebieten auf seine Gelegenheit warte und in erster Linie auf Bargeld und Schmuck aus sei.

Überrascht nahmen die fast 50 Besucher der Veranstaltung zur Kenntnis, dass über 80 % der Einbrüche durch Fenster und Türen – bevorzugt Terrassentüren – erfolgen und nicht nachts. „Die Einbrüche geschehen meist nachmittags und in den frühen Abendstunden zwischen 16.00 und 21.00 Uhr, wenn die sorglosen Eigentümer unter der Dusche, im Keller oder auf einen Sprung unterwegs sind“, berichtete Eckstein. Wie der Kriminalhauptkommissar a. D., der die Abteilung Prävention im Rhein-Erft-Kreis mit aufgebaut hat, aus Erfahrung weiß, dauern die meisten Einbrüche maximal fünf Minuten. Genau dies sei das Zeitfenster, das Einbrecher sich „gönnten“, um Wertgegenstände zusammenzuraffen und unbehelligt wieder zu verschwinden.

Unterhaltsam und höchst informativ profitierten die Anwesenden von der Kenntnis und den Empfehlungen des Referenten, bei dem sich Kreisvorsitzender Willy Winkelhag abschließend für einen rundum gelungenen Beitrag bedanken konnte und den Anwesenden versprach, dass das gemeinsame Treffen von Landfrauen und Landsenioren auch im kommenden Jahr fortgeführt werde.

Wolfgang Patzlaff


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