Erntedank und Bauernmarkt lockten viele Gäste

26.09.2019

Dass das gemeinsame Erntedankfest von der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen, der Landwirtschaftskammer und den Landfrauen auch bei seiner achten Auflage auf großes Interesse stieß, ließ sich bereits bei der Ankunft auf dem prall gefüllten Parkplatz erkennen.

Das Erntedankfest mit Bauernmarkt am Niederrheinischen Freilichtmuseum ist zu einer schönen Tradition geworden. Vertreter aus Politik, vom Rübenbauer-Verband, den Landfrauen, der Kreisbauernschaft und dem Kreis Viersen nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen.

Bei schönstem Wetter feierten zahlreiche Besucher zum Auftakt einen ökumenischen Freiluft-Gottesdienst. Zu sehen ist auch der Erntekranz der Gref­rather Landjugend.

Das breite Angebot und herrliches Spätsommerwetter lockten viele Besucher auf das weitläufige Gelände am Freilichtmuseum. Fotos: Tina Ziemes

Eine Vielzahl an Besuchern füllte am Sonntag das Gelände des Niederrheinischen Freilichtmuseums in Grefrath.

Den Auftakt der Veranstaltung machte ein ökumenischer Freiluft-Gottesdienst unter der Leitung von Superintendantin Dr. Barbara Schwahn vom Evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen und Johannes Quadflieg, Regionalvikar für den Bereich Kempen-Viersen. In der Predigt wurde die Fridays-for-Future-Bewegung rund um Greta Thunberg aufgegriffen. Dr. ­Schwahn erinnerte daran, dass der Menschheit die Erde nicht gehöre, sondern lediglich vom Schöpfer den Auftrag erhalten habe, sich um diese zu kümmern. Dabei wolle Gott im Gegensatz zu Thunberg nicht, dass wir in Panik verfallen. „Gott lässt Sommer auf Winter, Tag auf Nacht, Regen auf Sonne folgen“, so Schwahn. „Das wird auch immer so bleiben. Der Mensch hat die Aufgabe, dies zu nutzen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst richteten Landrat Dr. Andreas Coenen und der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Paul-Christian Küskens das Wort an die Besucher. Coenen lobte das reichhaltige Angebot der Region. Kappes aus Kempen, Äpfel aus Tönisvorst, aber auch die Zuckerrüben seien Produkte und weit über die Grenzen des Niederrheins bekannt. „Wer zum Bauernmarkt kommt, erhält Produkte aus erster Hand und gute Gespräche“, so Dr. Coenen. Küskens stellte die Frage in den Raum, ob das Erntedankfest noch in unsere Zeit passe. „Angesichts überaus kritischer Berichterstattung zum Thema Landwirtschaft zweifeln viele Landwirte daran, dass die Gesellschaft noch die sichere Erzeugung von Lebensmitteln wertschätzt“, so der Kreisvorsitzende. Die Erntedankfeier gebe den Anlass, den Blick auf die wirklichen Herausforderungen zu richten. Ob gutes oder schlechtes Wetter, ob Starkregen oder Dürre, die Regale in Lebensmittelgeschäften seien stets gut gefüllt, die Angebote fast unüberschaubar groß. Die Erntedankfeier gebe in seinen Augen Anlass, der Gesellschaft bewusst zu machen, „wie gut wir es haben und wie dankbar wir sein können“. Zum Thema Klimawandel forderte er seine Berufskollegen auf, den Problemen mit kühlem Kopf entgegenzutreten. Hier seien Hauruck-Antworten ebenso wie populistische Forderungen fehl am Platz.

Bis in den Nachmittag hinein konnten die Besucher über den Bauernmarkt schlendern und sich informieren. Neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Deko-Artikeln und handgewebten Textilien stellte der Rübenbauer-Verband die Zuckerrübe in den Mittelpunkt. Der ausgestellte moderne Rübenroder zog viele Besucher an. Dutzende liebevoll gestaltete Stände, verteilt über das weitläufige Gelände, luden die Gäste zum Probieren, Gucken und Staunen ein. Schließlich ergibt sich nicht immer die Gelegenheit, Eis aus Ziegenmilch oder Sirup von der Kräuterhexe zu probieren.


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