Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen informierte über Gülle

22.12.2016

Auf dem Betrieb von Alexander Platen in Viersen informierten am Dienstag vergangener Woche Vertreter der Landwirtschaft zum Thema Gülle und Nitrat. Anlass war die Anfrage einer Journalistin bei der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen.

Standen Rede und Antwort rund ums Thema Gülle (v.l.n.r.): Anna Janßen, Alexander Platen, Paul-Christian Küskens, Dr. Christian Hoffmann und Sebastian Gores, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen. Foto: Christina Rentmeister

Für ein Projekt zur journalistischen Aufbereitung öffentlich vorhandener Daten wurde nach Einsicht und Auswertung der Daten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und anderer Stellen eine Stellungnahme der Landwirtschaft gesucht. Mit dem im Kreis Viersen gelegenen Modellbetrieb Platen war schnell der perfekte Rahmen für ein Gespräch vor Ort gefunden. Christina Rentmeister, Journalistin der Rheinischen Post, wurde dann auf dem Hof durch Vertreter von Kreisbauernschaft und Landwirtschaftskammer empfangen. Paul-Christian Küskens, Kreisvorsitzender und Kreislandwirt, führte in die Thematik ein und erläuterte die Bedeutung von Gülle als wichtiger Nährstoff- und Humuslieferant, die Technik der Gülleausbringung und die gesetzlichen Regelungen und Vorgaben. Anna Janßen und Dr. Christian Hoffmann von der Landwirtschaftskammer führten in das Projekt Modellbetriebe der Wasserrahmenrichtlinie ein. Der Tierhalter und Ackerbauer Alexander Platen aus Viersen berichtete erfreut über die Vorteile der neuen Technik, die ihm als Modellbetrieb zur Verfügung steht. Die im Boden verlegten Saugplatten lassen genau die etwaig ausgewaschenen Nitratmengen erkennen. Die zurzeit noch sehr kostspielige Technik der Nahinfrarotspektroskopie im Güllefass hingegen schenkt dem Landwirt die volle Kontrolle über die genauen Nährstoffmengen und sichert eine homogene Verteilung auf der Fläche. In dem etwa eineinhalbstündigen Gespräch wurden dann alle Aspekte des Themenfeldes Gülle beleuchtet, so unter anderem auch der kooperative Wasserschutz, die Bedeutung und der Einfluss von Wind und Wetter auf die Mobilisierung von Nährstoffen bis hin zu den Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels an die erzeugte Ware.

Nach der Theorie folgte die Praxis. So konnte Alexander Platen zum Ende des Gesprächs vor Ort die Technik zur Gülleausbringung sowie die Messtechnik vorstellen. Paul-Christian Küskens freute sich anschließend, dass in einer medial oft einseitig geführten Diskussion auch die Position der Landwirtschaft eingehend und umfassend dargestellt werden konnte.