Rasen, so weit das Auge reicht

12.09.2019

Traditionelle Besichtigungsfahrt mit Viersener Landrat führte zum Rollrasen-Spezialisten Peiffer in Willich-Schiefbahn

Erlebten eine inte-ressante Veranstaltung (v.l.n.r.): Arnold und Armin Peiffer, Frank Bott, Werner Schleupen, Andreas Wolfers, Gisela Wolfers, Hanne Schleupen, Susanne Küskens, Dr. Christian Hoffmann, Geschäftsführer der Kammer-Kreisstellen Heinsberg/Viersen, Paul-Christian Küskens, Landrat Dr. Andreas Coenen, Sebastian Gores, Geschäftsführer der Kreisbauernschaft KrefeldViersen, und Willichs Bürgermeister Josef Heyes.

Arnold Peiffer erklärte seinen Besuchern die Technik des Mähwerks.

Fertig zum Versand: Der Rasen wird in Form von Rollen transportiert.

Mit beeindruckender Technik und einer Arbeitsbreite von 16,30 m werden die Rollrasenflächen mehrfach pro Woche gemäht. Fotos: Tina Ziemes

Über den Pflegeaufwand des Rasens eines durchschnittlichen Privatgartens kann das Team von Rasen Peiffer in Willich-Schiefbahn nur schmunzeln. Die Mitarbeiter betreuen rund 300 ha Rasen verschiedenster Sorten und zusätzlich etwa 100 ha, die mit Zuckerrüben oder Mais bestellt sind. Der Fertigrasen-Zuchtbetrieb Gebrüder Peiffer produziert Fertig-rasen bereits in der dritten Generation und gehört zu den führenden Betrieben Europas. Argumente genug für Viersens Kreislandwirt Paul-Christian Küskens, den Landrat des Kreises Viersen, Dr. Andreas Coenen, in diesem Jahr im Rahmen der traditionellen Besichtigungsfahrt auf diesen Betrieb einzuladen.

Pioniere im Bereich Rollrasen

Der Familienbetrieb Peiffer arbeitete unter der Leitung von Peter Peiffer als Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen viel für Kommunen. Mitte der 1970er-Jahre erreichte den Betrieb ein Auftrag aus Düsseldorf, der auch die Verlegung von Rollrasen umfasste. „Damals war das hier noch völlig unbekannt“, erinnert sich Arnold Peiffer. „Mein Vater hat den Rollrasen dann aus Niedersachsen besorgt.“ Als ein Folgeauftrag ins Haus flatterte, säte Peiffer Rasen auf einer Versuchsfläche von 2 000 m². Mit der Zeit stieg die Nachfrage, Peiffer schaffte Maschinen aus Amerika an und es entstanden Kooperationen mit Saatgutproduktionsbetrieben. Die Aussaat auf den Flächen erfolgt von März bis Oktober, nachdem der Boden aufwendig vorbereitet wurde: Die Fläche muss eben, frei von Steinen und gut zu bewässern sein. Danach wird regelmäßig gedüngt und bewässert. Rasen liebe zwar Stickstoff, trotzdem düngen die Spezialisten nur nach Minimumbedarf. „Die Pflanzen werden sonst zu weich und können sich nicht so gut gegen Unkräuter und Moos durchsetzen“, erklärte Arnold Peiffer. Zwischen Mai und September wird mehrfach die Woche gemäht. „Verbleibt der Abschnitt einfach auf dem Feld?“, wollte Kreislandwirt Küskens wissen. Arnold Peiffer erläuterte, dass der Abschnitt etwa einmal im Monat abgesaugt würde. Nach einem Jahr ist eine Fläche „schälfertig“.

Portionierung nach Bedarf

Das Schälen des Rasens erfolgt in unterschiedlichen Größen je nach Verwendung. Angeboten wird sowohl die 1-m²-Rolle für den Privatgarten mit einer Länge von 2,50 m und einer Breite von 40 cm als auch die Großrolle fürs Fußballstadion mit 1,20 m Breite. Der Bereich des Stadionrasens hat sich zum Spezialthema des Unternehmens entwickelt und wird in erster Linie von Armin Peiffer betreut. Dabei wird nicht nur in nordrhein-westfälischen Stadien verlegt, sondern auch in München, Dresden, Sankt Petersburg oder im belgischen Brügge. Ein Rasen im Stadion wird vom Unternehmen Peiffer nicht nur geliefert, sondern auch verlegt. „Für ein solches Projekt benötigen wir drei Tage“, sagte Armin Peiffer. Danach sei der Rasen direkt bespielbar. Zur Not würden sie es auch in 24 Stunden schaffen. „Aber das braucht Manpower“, meinte der Unternehmer schmunzelnd. Manpower scheint innnerhalb der Familie nicht das Problem zu sein. Mit den Söhnen der Gebrüder Peiffer steht bereits die dritte Generation in den Startlöchern.

Landrat Coenen zeigte sich wie alle Anwesenden beeindruckt von den Abläufen und freute sich, „mal etwas ganz anderes“ kennengelernt zu haben.


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