Sauberes Wasser

16.02.2017

Kreisbauernschaft Mettmann und Wupperverband informierten die Medien über die hohe Wasserqualität

Bezeugten die hohe Wasserqualität (v.l.n.r.): Friederike Mürkens, Wupperverband, Tim Neues, Vorsitzender Ortsbauernschaft Wuppertal-West, Landwirt Peter Winter, Martin Siekerkotte, Berater für Land- und Wasserwirtschaft, Andreas Kempe, Vorsitzender Ortsbauernschaft Remscheid, Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, Geflügelhalter und Gastgeber Karl-Frieder Kottsieper und Alexandra Preuß-Ochell, Wupperverband.

Mitarbeiter des Wupperverbandes und Vertreter der Landwirtschaft standen den Medien Rede und Antwort. Fotos: Andrea Hornfischer

Das Wasser im Kreis Mettmann ist sauber und hat eine hohe Qualität. Seit über 20 Jahren gibt es hier eine Wasserschutzkooperation zwischen dem Wupperverband, der Landwirtschaftskammer NRW und der Kreisbauernschaft Mettmann. Wie hoch die Qualität des Wassers ist und wie gut die Zusammenarbeit läuft, stellten die Partner der Kooperation am Mittwoch vergangener Woche auf dem Geflügelhof Kottsieper in Remscheid bei einer Pressekonferenz dar.

Nitrat weit unter Grenze

„Wir haben an allen Messstellen sinkende Nitratwerte zu verzeichnen. Alle Bachzuläufe haben Mittelwerte von 11 mg/l Nitrat und sind weit weg von der 50-mg/l-Grenze!“, betonte Friederike Mürkens vom Wupperverband. Das noch nicht aufbereitete Wasser hätte schon enorm gute Werte. „Wir haben kein Problem mit der Landwirtschaft!“, sagte sie ganz deutlich. Viele Bürger würden beim Wupperverband anrufen und sich beschweren, sobald sie ein Güllefass sähen. Der Wupperverband klärt dann auf und informiert die Bürger über Gülle als wichtigen Nährstoff für die Pflanzen.  „Die Neyetalsperre hat sich nach dem Gülle-Unfall vor zwei Jahren erholt“, so Mürkens. Die Arten wären zurückgekehrt. Die Wasserschutzkooperation setze strengere Regeln als der Gesetzgeber. „In der Beratung schauen wir uns jeden Schlag einzeln an“, meinte Martin Siekerkotte, Berater für Land- und Wasserwirtschaft.

Mehr Sachlichkeit

Seit dem Unfall werde die Landwirtschaft unter Generalverdacht gestellt. Schwarze Schafe gebe es immer. „Wir wollen Sachlichkeit in die Diskussion bringen. Wir versuchen mit bestmöglicher Technik Gülle auszubringen und nur so viel, wie die Pflanzen zum Wachsen benötigen“, betonte Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann.

„Sobald die Menschen ein Güllefass ­sehen, nehmen sie an, die Gülle fließe direkt ins Grundwasser“, berichtete Andreas Kempe, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Remscheid. „Die Leute halten sich die Nase zu. Und zwar schon dann, wenn noch gar nichts passiert ist“, sagte Tim Neues, Vorsitzender Ortsbauernschaft Wuppertal-West. Gastgeber Landwirt Karl-Frieder Kottsieper wies da­rauf hin, dass die Düngeverordnung eine unsachgemäße Gülleausbringung ausschließe und dass in so einem Fall Bußgelder fällig würden. „Wir haben hier eine sehr gute Wasserqualität und trinken direkt aus dem Hahn“, hob er abschließend hervor.