Aufblicke, Einblicke, Ausblicke

14.06.2018

Angenehme Temperaturen und angenehme Gastgeber erwarteten die über 5 000 Gäste bei der diesjährigen Höfetour der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach.

Sahen gut vorbereitet dem Start der Höfetour auf Gut Heyderhof entgegen: Das Organisationsteam der Kreisbauernschaft mit Johannes Küppers (ganz links), Dr. Juliane Wahode und Wolfgang Wappenschmidt (M.) sowie (v.l.n.r.) Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Betriebsleiter Barthel Velder, Kartoffelkönigin Jessica Krebbing, Betriebsleiterin Maike Velder-Klasen, Timo Klasen und Tina Griese.

Mit dem ökumenischen Gottesdienst erinnerten die Veranstalter daran, dass die Landwirte der Natur und ihren Gewalten unterliegen und damit dem Willen Gottes. Pfarrer Volker Schwarz und Gemeindereferent Christian Albini machten auch auf das Spannungsfeld des Marktes und der Werbung aufmerksam.

Von der Pflanze zur Leckerei: Auf dem Erdbeerhof von Jeannine und Johannes Reuter erfuhren die Gäste alles Wissenswerte rund um die süßen Früchte.

Aus luftiger Höhe: Schwindelfreie wurden mit einem Blick auf Strohburg und Mega-Rutsche sowie die Grevenbroicher Flur belohnt.

Im Stall der Familie Weßling erlebten die Besucher, wie smart Landwirtschaft heute ist: Roboter übernehmen das Melken und das Nachschieben des Futters.

Marc und Katharina Weßling präsentierten stolz den Milchviehstall, der seit einem Jahr der 120-köpfigen Herde Licht, Luft und viel Komfort bietet.

„Wir sind Partner der Landwirtschaft und haben deshalb gerne mitgemacht“, finden (v.l.n.r.) Hans-Hermann, Birgit, Wolfgang und Michael Kottmann.

Wie oft sitzen Sie selbst auf dem Trecker? Warum arbeiten Sie ehrenamtlich? Diesen Fragen stellten sich die Teilnehmer des rheinischen Mittagstalks. Eine Quizrunde machte die Eröffnung des „Tages des offenen Hofes“ perfekt.

„Spargel ist eine Kultur, die Familienanschluss braucht“ – den gibt es bei Familie Kremer-Kreutzer auf Gut Norbisrath. Fotos: Detlef Steinert (7), Marilena Kipp (4)

„Wir waren schon mal bei einer Höfetour dabei und finden es toll, mal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen.“ Stefanie Adels

Auf die Zerreißprobe, der sich die Produzenten von Lebensmitteln täglich zu stellen hätten, wiesen bereits Pfarrer Volker Schwarz und Gemeindereferent Christian Albini hin, die das ökumenische Morgengebet zur Eröffnung auf Gut Heyderhof gestalteten. Sie stellten fest, dass alles teurer wird, „nur die Produkte der Landwirte werden immer billiger“.

Für den Veranstalter der Höfetour stellte Dr. Juliane Wahode fest, dass moderne Landwirtschaft smart sei, „sehr smart sogar“. Sie arbeite viel präziser und umweltschonender und habe die Nachhaltigkeit mit ihren drei Säulen aus Wirtschaftlichkeit, sozialer Verantwortung und Verträglichkeit für Natur und Umwelt verinnerlicht. Auf jedem Hof lebten meist zwei bis drei Generationen und jeder Hof müsse diese ernähren. Vier landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlicher Ausrichtung sowie ein Mühlenbetrieb öffneten für die Höfetour ihre Tore. Sie vermittelten den Besuchern einen Eindruck, was Wirtschaften in Generationen für Familienbetriebe bedeutet und wie sie auf das Spannungsfeld zwischen Markt und Verbraucherwünschen reagieren.

Besonderes Highlight war die rheinlandweite Eröffnung des „Tages des offenen Hofes“ um die Mittagszeit auf Gut Norbisrath in Grevenbroich. Die rheinische Landjugend organisierte hierzu einen „Mittagstalk“ rund um das Thema Landwirtschaft im Rheinland. RLV-Präsident Bernhard Conzen, Jutta Kuhles, Vizepräsidentin der rheinischen Landfrauen, Moritz Kölsch von der rheinischen Landjugend, Kreisvorsitzender Wolfgang Wappenschmidt und Betriebsleiter Hans-Georg Kremer-Kreutzer stellten sich dabei den Fragen der Landjugend.