Demut und Dankbarkeit

18.10.2018

Erntedank verbindet – das zeigten die knapp 100 Personen, die am Montag vergangener Woche in Rommerskirchen-Sinsteden auf Einladung der Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach gemeinsam Erntedank feierten. Egal ob Tierhalter, Politiker, Verbandsvertreter oder Industrie, Erntedank geht alle an.

Gestalteten ein spannendes Programm zum Erntedank (v.l.n.r.): Wolfgang Wappenschmidt, Dr. Anton Dissemond, Edelgard Stahl-Kamerichs, Dr. Juliane Wahode und Ulrich Timmer von der Landwirtschaftskammer. Foto: Marilena Kipp

"Gerade dieses Jahr lehrt uns aber auch Demut“, erklärte der Vorsitzende der Kreisbauernschaft, Wolfgang Wappenschmidt, den Anwesenden im Kulturzentrum Sinsteden. „Wir Landwirte konnten in diesem Extremjahr einfach nur unser Bestes geben.“

Wappenschmidt sprach auch Probleme an, denen sich die Landwirtschaft in der Region ausgesetzt sieht. „Beim Thema Pflanzenschutz beispielsweise ist es wichtig, weniger emotional und mehr rational zu handeln“, erklärte er. Dass das geht, zeigte Dr. Anton Dissemond vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW.

„Im Pflanzenschutz gibt es Regeln, an die man sich als Landwirt halten muss. Genau wie beim Fussball“, verglich Dissemond. Er erläuterte den Gästen, welche Auflagen ein Landwirt erfüllen muss, was dabei alles aufgezeichnet  wird und welche Nachweise erbracht werden müssen. „Genau wie ein Jäger den Jagdschein braucht, benötigt der Landwirt einen Sachkundenachweis.“ Der Experte wies auch auf die Wichtigkeit neuer Wirkstoffe für die Zukunft der Landwirtschaft hin.
Ein Aspekt, den auch Edelgard Stahl-Kamerichs, Vorsitzende des Rheinischen LandFrauenverbands im Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Mönchengladbach, mit ihrem Schlusswort unterstrich. „Es muss in Technik und Forschung investiert werden, um die wachsende Bevölkerung auch in Zukunft zu ernähren.“