Süße Zukunft für den Zuckerrübenanbau?

11.05.2018

Einen prominenten Gastredner hatte die Kreisbauernschaft Neuss-Mönchengladbach bei ihrem traditionellen Landseniorenstammtisch vergangene Woche Mittwoch. Bernhard Conzen, der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) und Vorsitzender des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes, referierte im „Liedberger Land­gasthaus“.

Foto: Peter Herzogenrath

Thema seines Vortrags war die Zukunft des Zuckerrübenanbaus im Rheinland, in Deutschland und in Europa. Conzen zeigte insbesondere die Herausforderungen auf, denen sich die hiesigen Rübenanbauer und die Zuckerindustrie nach dem Auslaufen der Zuckermarktordnung gegenübersehen. Angesichts der zurzeit auf dem Zuckermarkt herrschenden Niedrigstpreise zeichnete er ein recht düsteres Bild der Situation. Diese werde durch die aktuellen agrarpolitischen Entwicklungen, wie beispielsweise das Ende April von der EU beschlossene Verbot dreier zum Beizen des Rübensaatguts unerlässlicher Neonikotinoide, zusätzlich verschärft. Conzen zog das Fazit, dass der Zuckerrübenanbau in Deutschland und im Rheinland nur dann eine Zukunft habe, wenn die Rübe im Deckungsbeitrag weiterhin mehr oder weniger deutlich vor Konkurrenzkulturen wie etwa Weizen und Raps liege. Hierzu sei ein ständiger züchterischer Fortschritt mit damit einhergehenden Ertragssteigerungen erforderlich. Dem Rübenanbau im Rheinland könne dabei zugutekommen, dass man sich hier in einer sogenannten Gunstregion befände.

Der nächste Landseniorenstammtisch findet am 4. Juli ausnahmsweise nicht im „Liedberger Landgasthaus“ statt. Stattdessen wird Schloss Dyck in Jüchen besichtigt. Die maximal eineinhalbstündige Führung sei auch für nicht mehr ganz so mobile Senioren gut zu schaffen, betonte der Kreisvorsitzende Wolfgang Wappenschmidt. Eine Anmeldung ist bei der Geschäftsstelle der Kreisbauernschaft bis zum 20. Juni erforderlich.