Wiesen und Wieden im Bergischen Land

02.08.2018

Neue Broschüre wurde von den Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg vorgestellt

Freuten sich über das Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit (v.l.n.r.): Thomas Wirtz, NABU Rhein-Berg, Olaf Schriever, BSO, Hubert Sumser, Bergischer Naturschutzverein, Peter Lautz, Vorsitzender Kreisbauernschaft Rhein-Berg, Landwirt Stefan Mohr, Julia Blumenthal, BSRB, Mark vom Hofe, Bergischer Naturschutzverein, Gerhard Wölwer, Rheinisch-Bergischer Kreis, Landrat Stephan Santelmann und Tobias Mika, BSRB. Foto: Kyra Greven, BSRB

Stellten die Broschüre auf einer Wiese bei Bergneustadt-Bösinghausen vor (v.l.n.r.): Frank Herhaus, Amt für Planung, Mobilität und Regionale-Projekte des Oberbergischen Kreises, Agnes Horwath, BSO, Landrat Jochen Hagt, Christine Meyer-Cords, NABU Oberberg, Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberberg, und Christine Wosnitza, stellvertretende Geschäftsführerin der BSO. Foto: Karin Rechenberger

„Mit der neuen Broschüre haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz erreicht, bei der alle Partner den Erhalt der artenreichen bergischen Kulturlandschaft als Ziel formuliert haben“, so die beiden stellvertretenden Geschäftsführer der Biologischen Station Oberberg (BSO), Christine Wosnitza, und der Biologischen Station Rhein-Berg (BSRB), Tobias Mika. Am 11. und 13. Juli haben sie die neue Broschüre „Wiesen und Weiden im Bergischen Land: erkennen – entdecken – wertschätzen“ vorgestellt. Sie entstand im Rahmen des Kooperationsprojektes „Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz – Bergisches Land“. Auf gut 100 Seiten werden 43 charakteristische Wiesenpflanzen des Bergischen Landes mittels Zeichnungen, Fotos und Texten erklärt. Im besonderen Fokus stehen dabei die drei regional typischen Grünlandlebensräume: artenreiche Heuwiesen, Magerweiden und Feuchtwiesen. Ein wichtiges Instrument zum Erhalt des artenreichen Grünlandes ist der Vertragsnaturschutz, der auch besonders im Rahmen der Modellregion gefördert wird. Die Landwirte tragen durch diese Arbeit zu dem Blütenreichtum und damit zum reichhaltigen Angebot an Nektarpflanzen für Insekten auf den bergischen Wiesen und Weiden bei. „Der Vertragsnaturschutz ist für uns der Weg, Artenvielfalt und Lebensmittelproduktion in unserer Region zu vereinbaren. Dafür ist die freiwillige Teilnahme der Landwirte an dem Programm erforderlich“, betonten Jochen Hagt und Stephan Santelmann, Landräte des Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreises. Beide Kreise begleiten zusammen mit dem NRW-Landwirtschaftsministerium das Projekt. „Mitei­nan­der reden, gegenseitige Fortbildungen und gemeinsame Projekte wie diese Broschüre schaffen Vertrauen und die Grundlage für die Entwicklung neuer Lösungswege für aktuelle Konflikte zwischen Landwirtschaft und Naturschutz“, sind sich Helmut Dresbach und Peter Lautz, Vorsitzende der Kreisbauernschaft Oberberg und Rhein-Berg, sowie Christine Meyer-Cords, Vertreterin des NABU Oberberg, und Mark vom Hofe, Vorsitzender des Bergischen Naturschutzvereins, einig.