Bergisches Land schlägt Alarm

03.09.2015

Pressekonferenz im Stall zu den schlechten Milchpreisen

Journalisten im Stall: Peter Lautz (2.v.l.) und Helmut Dresbach (6.v.l.) machten auf die schlechten Milchpreise aufmerksam.

Die Landwirte in Rhein-Berg und Oberberg schlagen Alarm. „Die Preise in nahezu allen landwirtschaftlichen Produktbereichen sind nicht kostendeckend“, betonten Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Oberbergischer Kreis, und Peter Lautz, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein. Berg., bei einer Pressekonferenz am Donnerstag vergangener Woche auf dem Milchviehbetrieb von Markus Theunissen in Wipperfürth. Die rund 650 Milchviehbetriebe im Bergischen Land kämen mit dem Preis von durchschnittlich 26 Cent nicht aus.

„Insbesondere die Milchwirtschaft im Bergischen Land gestaltet unsere reizende Kulturlandschaft. Wir befürchten bei einem anhaltenden Preistief einen starken Strukturwandel“, so Dresbach. Wer einmal seine Hoftore schließe, werde sie nicht wieder öffnen. „Das hätte auch erhebliche Auswirkungen auf das vor- und nachgelagerte Gewerbe, das vielen Menschen im Bergischen Land einen Arbeitsplatz bietet“, sagte auch Lautz. Als Ursache sehen die beiden Vorsitzenden das Russlandimportverbot, womit auch ein Absatzmarkt für Käse weggefallen ist, sowie den Lebensmitteleinzelhandel. „Völlig grundlos wurde bei der letzten Verhandlungsrunde der Milchpreis gesenkt. Der Handel darf seine Marktmacht nicht ausnutzen und zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben“, machte Lautz deutlich.

„Alle, die nur auf ‚billig, billig‘ setzen, zerstören langfristig unsere regionalen Strukturen – das gilt für den Lebensmitteleinzelhandel genauso wie für jeden Verbraucher, der an der Ladentheke entscheidet“, warnte Dresbach abschließend.


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