Lebensräume für Insekten schaffen

12.04.2018

Essener Landwirte informierten Verbraucher

Selbst im kleinsten Blumenkasten kann man Lebensräume für Insekten schaffen. Eine gelungene Aktion von Essener Landwirten (v.l.n.r.): Theresa Ostermeier, Einhart und Annette im Brahm, Felix Bertram, Anna und Martin Siekerkotte sowie Alexander im Brahm. Foto: Kreisbauernschaft Ruhrgroßstädte

Im Rahmen der Aktion „Deutschland blüht auf“, über die die LZ bereits mehrfach berichtet hat, haben am Freitag vergangener Woche Essener Landwirte auf dem Marktplatz in Essen-Kettwig da­rauf hingewiesen, wie wichtig es ist, gemeinsam Lebensräume für Insekten zu fördern und zu schaffen.

An einem Informationsstand kamen die Landwirte mit den Passanten ins Gespräch und verteilten Samentütchen für Wildkräuter und -blumen. Bei schönstem Wetter versuchten die Landwirte dafür zu sensibilisieren, dass jeder Einzelne für sich in der Verantwortung steht und im eigenen Garten und selbst im kleinsten Blumenkasten Lebensräume für Insekten entwickeln kann. Die Landwirte erläuterten den Verbrauchern, dass sie auf ihren landwirtschaftlichen Nutzflächen Blühstreifen anlegen, um so die Artenvielfalt in Deutschland zu fördern und für verschiedene Insekten einen Lebensraum zu schaffen. Die Aktion in Essen war eine Idee von Landwirtin Annette im Brahm. 500 Tütchen Saatgut hatte sie an diesem Morgen dabei, in Handarbeit gefüllt mit jeweils bunt gemischten Samen. Das Saatgut „Brandenburger Bienenwiese“ war eine Spende der Firma Freudenberger. Jedes Tütchen reicht zur Begrünung von 1 m². „Die Resonanz war sehr gut“, freute sich die Initiatorin. „Einige Leute haben sich sogar anschließend telefonisch gemeldet und bedauert, dass sie erst im Nachhinein aus der Zeitung von der Aktion gelesen haben. Wir haben ihnen da­raufhin Tütchen auf dem Postweg zukommen lassen!“

Am kommenden Samstag wird die Ak­tion in Mülheim wiederholt, um auch hier da­rauf aufmerksam zu machen, dass im Prinzip jeder dazu beitragen kann, mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen.