Norbert Meesters in Wesel

05.05.2017

Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Mitte Mai nimmt die Kreisbauernschaft Wesel die Landtagskandidaten aus der Region kritisch unter die Lupe. Gestartet sind die Vertreter der Kreisbauernschaft Wesel mit dem Kandidaten der SPD, Norbert Meesters MdL, am Mittwoch vergangener Woche in Wesel.

Im Gespräch (v.l.n.r.): hintere Reihe: Johannes Leuchtenberg, Norbert Meesters, Wilhelm Wefelnberg, Stephan Hufer, vordere Reihe: Gerrit Korte, Katharina Wielage, Wilhelm Neu. Foto: Kreisbauernschaft Wesel

Dabei standen die aktuellen agrarpolitischen Themen aus dem Kreis Wesel zur Diskussion wie Nitratwerte, Starkregen-ereignisse 2016, Trassenführung der Gaspipeline Zeelink II und vieles mehr.

„Der hohe Flächenverbrauch führt zu einer zunehmend angespannten Situation bei den landwirtschaftlichen Betrieben“, betonte Kreisvorsitzender Wilhelm Neu. 35 % der landwirtschaftlichen Nutzflächen in NRW seien seit 1975 der Landwirtschaft verloren gegangen. Norbert Meesters verdeutlichte die Bemühungen der SPD, den Flächenverbrauch zu minimieren. Im Rahmen der Planungen zum neuen Landesnaturschutzgesetz habe man, so Meesters, den ökologischen Ausgleich durch die Umstellung der Bewirtschaftungsweise in den Vordergrund gerückt, um weiteren Entzug landwirtschaftlicher Nutzflächen zu vermeiden. Für die neue Legislaturperiode habe sich die SPD auf die Agenda gesetzt, den ökologischen Ausgleich für Planungsvorhaben auch im Innenbereich umsetzen zu können. Die Vertreter der Kreisbauernschaft begrüßten diese Bestrebungen ausdrücklich und forderten zudem, die Möglichkeit der Entsiegelung von Gewerbeflächen im Außenbereich vor der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen zu prüfen. Gelungen sei dies beispielsweise mit der Entsiegelung einer alten Ziegelei (30 ha) im Kreis Wesel.

Sehr interessiert nahm Meesters die Befürchtungen der Landwirte hinsichtlich der hohen Kostenbelastungen im Rahmen der neuen JGS-Anlagenverordnung zur Kenntnis, die etwa dazu führen, dass Siloanlagen aufwendig neu gestaltet werden müssen. Er gab zu bedenken, dass die Verordnung auf Kommunalebene Spielraum biete, um Härtefälle abzumildern. Er sagte zu, dass er sich pro­blematischer Fälle persönlich annehmen werde.